Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Leitartikel

Was Türkis-Grün von Johannes Rauch lernen kann

PK SOZIALMINISTERIUM 'VALORISIERUNG DER SOZIALLEISTUNGEN STARTET' - WEITERE VERBESSERUNGEN FUeR SCHULKINDER IN DER SOZIALHILFE: RAUCH
Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), geht Konflikten nicht aus dem Weg, ficht sie aus und entscheidet letztlich.APA/BUBU DUJMIC
  • Drucken
  • Kommentieren

Was die Regierung auch macht, es kommt immer weniger gut an. Aber da muss sie durch. Die Ampel kommt ohnehin früh genug.

Als grüner Parteichef und Landesrat in Vorarlberg galt Johannes Rauch (mitsamt seinem engeren Umfeld) als einer, der nicht von Selbstzweifeln geplagt war, der sich auf der richtigen, weil moralisch einwandfreien Seite der Politik wähnte – oder was man als Grüner dafür hält –, aber dennoch pragmatisch genug, um zu regieren. Und um eine Spitze in Richtung Wien war Rauch auch selten verlegen, vor allem der frühere Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte es ihm angetan.

Nun sitzt Johannes Rauch selbst in Wien, und zwar zwischen den Stühlen. Er erlebt das, was alle Gesundheitsminister in dieser Pandemie erlebt haben: Man kann es keinem recht machen, nicht einmal der eigenen Ehefrau. Oder genauer gesagt: Eine Gruppe ist immer massiv unzufrieden. So wie jetzt: Die eine Hälfte ist für ein Aus der Quarantäne, die andere ist dafür.

Nun sitzt Johannes Rauch selbst im „ZiB 2“-Verhör – anstatt wie früher zugeschaltet von der Outlinie aus Kritik anzubringen. Und selbst auf Twitter, an sich eine linksliberale Spielwiese, wurde er binnen kurzer Zeit zur Persona non grata. Wobei das die Grünen insgesamt betrifft, seit sie mit der bösen ÖVP regieren.