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Mein Samstag

Sommer mit Dosenobst

Genießen Sie diese unbeschwerte Sommerleichtigkeit? Wir so mittel. Denn bei uns daheim haben sich die einzelnen Bewohner sehr unterschiedlich vom frühen Aufstehen während des Schuljahrs verabschiedet.

Das Kind hätte sich ja von einem Tag auf den anderen auf langes Ausschlafen umgestellt. Wären da nicht die Katzen, die sich auch jetzt, so circa zur Halbzeit der Ferien, immer noch nicht damit abfinden können, dass die Menschen im Haushalt nicht wie sonst um sechs Uhr früh bereit für Halligalli sind.

Sprich das lang herbeigesehnte Ausschlafen ist nur eine theoretische Option. Meist um 6.30 Uhr, mit etwas Glück erst um sieben Uhr, machen die Katzen auf diverse Weisen Wirbel (endloses Scharren im Katzenklo, Maunzen vor Türen, Runterwerfen von Gegenständen, Pfotentapser ins Gesicht), damit die menschlichen Mitbewohner endlich aufstehen. Das Kind schläft also primär nur aus, wenn es auswärts schläft.

Zum Beispiel neulich im Urlaub mit Oma und Opa in Kärnten. Von dort haben mich hochinteressante Bilder erreicht. Weniger Aufnahmen vom hübschen See, nein, das Kind hat mir jeden Morgen sein Frühstück abfotografiert (bitte, ich hab ihm das nicht aufgetragen!), um mir zu zeigen, dass es wie von mir empfohlen täglich Obst isst. Vormittag für Vormittag habe ich also ein Foto einer Schüssel mit Dosenmandarinen bekommen. Einmal auch ein Foto einer leeren Schüssel mit der Info, dass das Kind „leider vergessen habe“, vorher ein Foto zu machen, es aber „wirklich“ Mandarinen gegessen habe. Jetzt habe ich mit Obst nicht zwingend zusätzlich gezuckerte Konservenfrüchte gemeint, aber das Gute an Dosenmandarinenfotos ist: Es überkommt einen, wenn man während einer Hitzewelle in der Arbeit sitzt, nicht so ein ganz großer Neid auf die parallel urlaubenden Menschen. Nicht alle sind da so rücksichtsvoll, sondern posten Fotos von Sonnenuntergängen, mal mit Summerdrinks im Vordergrund, mal ohne (aber vorrangig mit). Ich werde das natürlich genau so machen! In diesem Sinne: Einen schönen August! Und vergessen Sie nicht auf das tägliche Obst!

E-Mails an: mirjam.marits@diepresse.com