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Verkehrsplanung

Brücken für Radfahrer: Mit mehr Schwung!

Gerade auf dem Land, wo die Vormachtstellung des Autos auf den Straßen ungebrochen ist, braucht es ein gesondertes Wegesystem für Radfahrer und Fußgänger – etwa in Form von Brücken über stark befahrenen Straßen.

Dank E-Bike-Boom stellen immer mehr Personen fest, wie gut es tut, sich zu bewegen. Dass Steigungen ohne Anstrengung überwunden werden und der Speed mit einer Fingerbewegung erhöht werden kann, macht die Sache auch für jene lustig, die sonst nicht sehr sportaffin sind oder im Berufsalltag nicht verschwitzt zu einem Termin erscheinen wollen. Die Frequenzen auf dem konventionellen und altbewährten „Biorad“ (ohne elektrische Trethilfe) nehmen ebenso zu, und es ist schön zu beobachten, wie auch auf dem Land der höheren Dichte an Radfahrer:innen Rechnung getragen wird. Autofahrer sind ihnen gegenüber rücksichtsvoller geworden, und die meisten drosseln das Tempo, wenn Fahrräder vor ihnen fahren, oder besser: gefahren werden.

Trotzdem ist in Sachen Entflechtung der Fahrbahnen seitens der Verkehrsplaner und des Straßenbaus noch viel zu tun, um eigene Wegenetze für Fahrräder und Fußgänger herzustellen. Ihre Exponiertheit muss reduziert werden, denn Tatsache ist, dass von den Autos und ihren Lenker:innen potenzielle Gefahr ausgeht. Umso erfreulicher ist es, dass die Errichtung von Fußgänger- und Fahrradbrücken über stark befahrenen Straßen im ländlichen Gebiet nicht nur notwendige Infrastruktur herstellt, sondern auch ein Zeichen für alle Autofahrer setzt: Die „Selbstbeweger“ müssen sich nicht einbremsen, um den Autoverkehr queren zu können, sondern können sich einfach „drüberschwingen“, ob zu Fuß oder per Rad.

Die schwungvolle Anmutung macht die Planungsaufgabe einer solchen Brücke spannend und das fertige Objekt ansehnlich – daher sollen zwei Vorzeigeprojekte dieser Art hier vorgestellt werden.