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Sony Playstation VR 2

Virtual Reality, doch kein alter Hut

Noch steckt die Virtual Reality voller Kinderkrankheiten. Das könnte sich ändern.
Noch steckt die Virtual Reality voller Kinderkrankheiten. Das könnte sich ändern.AFP via Getty Images
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Nach sechs Jahren wird es eine neue Sony Playstation VR 2 geben und die ersten veröffentlichten Details machen Lust abzutauchen.

Platz nehmen, eine Brille aufsetzen und schon sitzt man im Schloss Schönbrunn zu Zeiten von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth; kann mit ihnen dinieren und Gast der Hochzeitsfeier sein. Möglich machen das Virtual-Reality-Brillen und aufwändig gestaltete Szenen, die in zehnmonatiger Arbeit konzipiert wurden. Das Ziel: Geschichte zum Leben erwecken.

Während der Wiener Prater bereits seit geraumer Zeit seine eigene VR-Geisterbahn hat, entdecken auch immer mehr Kultureinrichtungen die Vorteile der virtuellen Welt. In der Gaming-Szene scheint der Hype jedoch jäh eingebrochen. Lediglich Sony zeigt, dass man nicht das Interesse daran verloren hat, wie die Japaner mit der neuen Playstation VR 2 demonstrieren.

Sechs Jahre nach der ersten Virtuale-Reality-Brille, die einfach an eine Sony-Spielkonsole angeschlossen werden kann, gibt es nun Genaueres zum Nachfolger, der mit einigen interessanten Details aufwarten kann.

Die echte Welt in Schwarz-Weiß. Ein leeres Zimmer wäre wohl die ideale Spielstätte mit Virtual-Reality-Brillen. Ein Bursche wurde von der Autorin kürzlich beobachtet, wie er geschickterweise seinen Balkon dafür nutzte. Auch Sony war sich der Problematik bewusst und nutzt nun die verbauten Sensoren, um den Spielbereich noch besser definieren zu können. „Mithilfe der integrierten Frontkameras und der neuen PS VR 2 Sense-Controller lässt sich der Spielbereich erfassen und dann anpassen. So können explizit Zonen definiert werden, die nicht zum Erfassungsbereich zählen“, schreibt der Hersteller auf seinem Webblog. So kann die Umgebung besser in den aktiven Bereich integriert werden. Die Zehen werden es danken.

Wer sich aber dann doch einmal unsicher ist, ob nicht die zerbrechliche Sammelfigur in Gefahr ist, braucht künftig nicht mehr die Controller aus der Hand legen, um das Visier nach oben zu schieben. Per Knopfdruck erscheint über die Kameras die Realität in Schwarz-Weiß auf dem Bildschirm. Wie bei Spielen selbst, bietet die Brille dann ein Sichtfeld von 110 Grad (Vorgänger 90 Grad). Somit behält man immer gut den Überblick.

Zwar schweigt sich Sony noch über den Preis und den Verkaufsstart aus. Aber: Das erste Spiel, das exklusiv für die Sony VR 2 konzipiert ist, heißt „Horizon: Call of the Mountain“ und soll am 5. Jänner 2023 erscheinen. Damit liegt nah, dass um diese Zeit auch das Device auf den Markt kommt.

Bis dahin müssen wir uns mit den bereits veröffentlichten Info-Häppchen begnügen, die Sony veröffentlicht, um so das Interesse an dem neuen Gadget anzuheizen. Und die klingen auch wirklich vielversprechend: Das Display soll eine Auflösung von 2000 x 2400 Pixel bieten (Vorgänger: 1920 x 1080 Pixel). Um dem altbekannten Problem der Kinetose, auch bekannt als Reisekrankheit, entgegenzuwirken, wurde die Bildschirmwiederholrate auf 120 Hz hochgeschraubt. In Kombination mit einer guten Internetgeschwindigkeit, die Latenzzeiten, also Verzögerungen bei der Übertragung verringert, wird die Gefahr, dass einem übel wird, minimiert.

Simpel statt kompliziert. Vier integrierte Kameras ermöglichen Inside-Outside-Tracking. Das macht das Aufbauen von externen Sensoren obsolet. Doch nicht nur hier setzt Sony auf einen simpleren, praktischen Zugang: Die neue Virtual-Reality-Brille wird künftig mit einem einfachen (hoffentlich langen) USB-C-Kabel an die PS5 angeschlossen.