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Analyse

Renditen für Wiener Immos weiter auf Talfahrt

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Mieten können mit den hohen Verkaufspreisen nicht mehr mithalten.

Die Inflation zieht an, die erzielbaren Renditen bei Wohnimmobilien in Wien sinken jedoch weiter, wie aus einer Analyse der KE Wohnimmobilien GmbH hervorgeht. Das liege vor allem daran, dass die erzielbaren Mieten mit den Kaufpreisen nicht mithalten können, heißt es in der aktuellen Aussendung.

Renditenkaiser sind demnach die Bezirke 11, 21 und 22. Vor allem in der Donaustadt sei jedoch ein Einbruch der voraussichtlichen Erträge zu erwarten, meint man bei KE Wohnimmobilien. Diese hat ihren Spitzenplatz eingebüßt und liegt nun bei durchschnittlich 3,2 Prozent. Die Preisentwicklung ist hier übrigens besonders gut abzulesen: Während die Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent in die Höhe schossen, war bei den Mieten nur eine leichte Erhöhung um zwei Prozent zu verzeichnen.

Am anderen Ende der Skala rangieren die Innere Stadt, Döbling und Alsergrund. In der Wiener City etwa ist mit Wohnimmobilien nur mehr ein Ertrag von 1,1 Prozent erzielbar. Im 19. Bezirk erhöhten sich die Kaufpreise noch einmal um 20 Prozent, während bei den Mieten sogar ein Rückgang zu beobachten war. Insgesamt liegen bereits 5 Wiener Bezirke unter der Zwei-Prozent-Ertragsmarke.

Ausblick unsicher

Der Ausblick auf die Zukunft sei ungewiss, betont Ernst Kovacs, Geschäftsführender Gesellschafter bei KE Wohnimmobilien. Hohe Energiepreise, Inflation und Baukosten, ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld sowie die strengeren Richtlinien in der Kreditvergabe würden sowohl auf die Verkaufspreise als auch auf die zu erzielenden Mieten Auswirkungen haben: „Die Nachfrage nach sicheren Anlagen ist zwar von privater Seite nach wie vor hoch, institutionelle Investoren agieren jedoch bereits zurückhaltend. Ich glaube, dass sowohl die Vermietung als auch der Verkauf schwieriger werden. Bei diesem Preisniveau werden vor allem schlecht geplante Wohnungsgrundrisse schwer zu vermarkten sein,“ meint der Experte, verweist aber gleichzeitig auch darauf, dass Preissprünge bei den Mieten durch die Anpassung an die Inflationsrate aber durchaus wahrscheinlich seien.

Die Analyse beruht auf Daten der neuen Datenbank „Projektimmo“, die in Partnerschaft der Immoservice Austria mit der KE Wohnimmobilien GmbH entstanden ist, sowie auf der Erhebung der Mietpreise von Willhaben Österreich.