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Stadtpolitik

Wiens Grant, Michael Ludwigs Lächeln und ein „Nobelpreis“ für die Stadt

Lokal Tschau Tschau am See in der Seestadt Aspern
Seestadt Aspern, von internationaler Jury gelobtLuiza Puiu
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Wien wurde in Singapur mit einem der wichtigsten internationalen Städtepreise ausgezeichnet. Die Wiener werden das Bürgermeister Michael Ludwig wenig danken.

Die Wiener granteln gern. Das ist ein Klischee, erklärt aber, warum Wien (laut Rankings) zwar die Stadt der höchsten Lebensqualität weltweit ist – gleichzeitig aber die Auszeichnung „unfreundlichste Stadt der Welt“ erhalten hat.

Wenn Wien bei einem internationalen Städtevergleich vorn ist, kommentieren das die Wiener gern mit den Worten des Schriftstellers Karl Kraus: „Ich lebe nicht im Vergleich – ich lebe in Wien.“ Deshalb ist fraglich, ob sich die Einstellung der Wiener ändern wird, nachdem die Stadt nun auch den „Nobelpreis“ für Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Singapur überreicht bekommen hat.

Es handelt sich um den Lee Kuan Yew World City Prize Award, der bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Treffen der Bürgermeister(innen) von internationalen Metropolen für nachhaltige und lebenswerte urbane Konzepte bzw. Umsetzungen vergeben wird. Und nach Bilbao, New York, Suzhou, Medellín und Seoul wurde nun Wien mit dem 2010 von Singapur ins Leben gerufenen Preis ausgezeichnet. Die Ehrung ging im asiatischen Stadtstaat über die Bühne.

Das Besondere: Beim Lee-Kuan-Yew-Preis, der nach dem Gründer von Singapur benannt ist, geht es nicht um eine Momentaufnahme von Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität wie bei der jährlichen, viel zitierten Mercer-Studie. Den angesehenen Lee Kuan Yew World City Prize Award erhält eine Metropole nur, wenn die hohe Lebensqualität über einen sehr langen Zeitraum verteidigt werden kann.

Weshalb die Auszeichnung?