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Bilanz

RBI mit starkem Gewinn in Russland

RBI-Vorstandschef Johann Strobl muss heikle Entscheidungen treffen.Clemens Fabry
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RBI denkt über einen Rückzug aus Russland nach – verzeichnet aber ausgerechnet dort einen Gewinnsprung.

Die Raiffeisenbank International (RBI) wird Russland nicht los – sie ist die letzte in Russland verbliebene Bank aus Österreich.

Die Präsentation der Halbjahresbilanz wurde von diesem Thema beherrscht – dabei hätte die Bank auch ohne den russischen Gewinn eine gute Bilanz vorweisen können. Vorstandschef Johann Strobl hob das Solidaritätsbewusstsein innerhalb seiner Bankengruppe hervor und erklärte, dass die wichtigsten Maßnahmen in Russland schon getroffen wurden: Das Kreditgeschäft wurde deutlich abgebaut und das Kreditkundenportfolio hat sich um mehr als 20 Prozent reduziert.

Damit sei das Abbauziel weitgehend erreicht, in den kommenden Quartalen dürfte das Geschäft durch Abreifungen weiter schrumpfen, so Strobl. Er bestätigte auch, dass die Bank in Russland derzeit nach neuem Personal sucht und verteidigte diese Vorgehensweise. Rund 300 neue Mitarbeiter werden derzeit akquiriert, es gebe viel Fluktuation in Russland. Zum Ende des zweiten Quartals lag die Mitarbeiterzahl in Russland bei 9188, zum Jahresabschluss 2021 waren es 9327.