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Wie sich "Hygge" auf zwei Rädern anfühlt

An der Küste entlang, das Meer stets in Reichweite.
An der Küste entlang, das Meer stets in Reichweite.Schechtner
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Das Glück der Erde liegt wohl doch auf dem Fahrrad – und an der dänischen Ostseeküste.

Was bedeutet eigentlich „Hygge“, das derart fest in der dänischen Tradition verankert scheint? Vor meinem Dänemarkurlaub dachte ich an Gemütlichkeit und an Wärme, an Kerzenlicht, Tee und Wollsocken. Danach weiß ich: Hygge kann noch mehr.

Rund 830 Kilometer ist der Ostseeradweg, der Østersøruten, lang. Man muss nicht die gesamte Strecke fahren: Auch ein Teil davon oder eine kombinierte Variante hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Man ist dabei kaum auf vielbefahrenen Straßen unterwegs, sondern wird auf gut ausgebauten Radwegen und ruhigen Landstraßen durchs Land geschickt.

Man fährt durch die wunderschöne Natur, wo Land auf See trifft, Mohnblumen im Roggenfeld tanzen und sich Windräder drehen. Es geht durch grüne Laubwälder, an belebten Häfen vorbei und durch pittoreske Dörfer. Man erkundet kleine und große Inseln im südfünischen Inselmeer, sieht die imposante Steilküste auf der Insel Møn. Im Durchschnitt alle 30 Kilometer gelangt man in ein idyllisches Städtchen, in dem man seine Energiereserven wieder aufladen kann.

Aber die sind hier kaum angebraucht, es ist ein gemütliches Radfahren. Der Weg verläuft auf der Nationalroute 8, ist gut ausgeschildert und hat kaum Steigung. Man entspannt sich auf Fahrten mit der Fähre, macht an kilometerweiten Sandstrände Pause, tratscht mit den freundlichen Dänen. Schon beim Kennenlernen kommt „Hygge“ zum Einsatz. „Hyggeligt at møde dig“: „Schön, dich kennenzulernen“.

Hygge bedeutet mehr als Gemütlichkeit. Es bedeutet, das Gute im Leben zu genießen, erklärt man mir. Zufriedenheit. Wohlbefinden. Hygge kann ein Abend mit Freunden sein oder mit einem guten Buch, eine Wanderung mit der Familie. Oder eine Radtour an der dänischen Ostseeküste.

E-Mails an: barbara.schechnter@diepresse.com