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Nations Cup

Beach-Volleyball: Turnierarzt hat trotz Hitze keine Bedenken

Symbolbild: Nations Cup
Symbolbild: Nations CupGEPA pictures
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Die erwartete Hitzewelle dürfte am Center Court am Wiener Heumarkt zu extremen Bedingungen führen.

Beim neu ins Leben gerufenen Nations Cup am Wiener Heumarkt wartet auf die Beach-Volleyball-Protagonisten neben dem Sportlichen eine weitere große Herausforderung. Ab dem heutigen Mittwoch sollen die Temperaturen wieder deutlich jenseits der 30-Grad-Marke ansteigen, was die Bedingungen am Center Court deutlich erschwerden dürfte. Turnierarzt Martin Gruber äußerte trotz der hohen Temperaturen keine gesundheitlichen Bedenken: "Das sind Leistungssportler, die sind es gewohnt, den Sport in der Hitze auszuüben", so Gruber. Dennoch habe er durchaus Respekt vor den Auswirkungen auf die Sportlerinnen und Sportler. Je stärker die Hitze, desto sensibler müsse auch kontrolliert werden, wie nah die Akteure an die Belastbarkeitsgrenze kommen, um einen Hitzeschlag oder einen Hitzekollaps zu vermeiden.

Prekär werde die Situation erst, wenn die Körperkerntemperatur stark ansteigt. Dann müsse der Turnierarzt schnell reagieren und eingreifen. "Meine Aufgabe ist es, bei entsprechenden Zeichen zu handeln. Bei 39 Grad Körperkerntemperatur werde ich hellhörig, bei 40 Grad nehme ich den Spieler aus dem Spiel", stellte Gruber klar. Um den Hitzestau im Körper möglichst gering zu halten, sollten vor, während und nach den Spielen Vorkehrungen getroffen werden. "Ausreichend Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiges Kühlen ist unumgänglich. Abseits des Courts ist ausreichend Ruhe und Schlaf sowie das Aufhalten in schattigen Räumen mit gemäßigten Temperaturen wichtig", erklärte Gruber.

Direkt am Center Court entsteht bei den hohen Temperaturen eine Art Hitzestau. Beispielsweise wurden bei der WM 2017 auf der Donauinsel, bei ähnlichen Außentemperaturen wie diese Woche, am Spielfeld 67 Grad gemessen. Außerdem kann die Temperatur des Sandes dabei zur Problematik werden.

Aber auch die Fans kommen ordentlich ins Schwitzen. Vor allem die Plätze nah am Court sind weitestgehend von der Sonneneinstrahlung betroffen. Für die Zuseher hatte Gruber ebenfalls einige Empfehlungen parat: "Regelmäßig Schattenplätze aufsuchen, ausreichend trinken und bestmöglich auf Alkohol verzichten."

"Denke nicht an die Hitze, ich gehe einfach ins Match"

Die teilnehmenden ÖVV-Athleten sehen die Thematik um die hohen Temperaturen relativ gelassen. Robin Seidl habe sich früher immer schwergetan, bei praller Sonne zu spielen, mittlerweile sich aber vor allem mental besser darauf eingestellt: "Ich denke gar nicht an die Hitze, ich gehe einfach ins Match, sehe den Ball und spiele." Auch Martin Ermacora und Moritz Pristauz arbeiteten mit ihrem Mentaltrainer speziell an diesen Situation und haben sogar einen speziellen Trick auf Lager. "Im Vorfeld eines Spiels kalt duschen, die Kälte einspeichern und wenn dir dann am Court richtig heiß ist, an die kalte Dusche zurückdenken. Das sorgt innerlich für Abkühlung", sagte Ermacora.

Klar ist, je höher die Temperatur, desto schneller und desto mehr Energie wird verbraucht. Dennoch sinkt die eigene Leistungsfähigkeit nicht zwangsläufig bei starker Hitze. "Mittlerweile haben wir uns an Spiele dieser Art gewöhnt. Unsere Performance leidet mittlerweile überhaupt nicht mehr darunter", gab Katharina Schützenhofer Auskunft.

(APA)