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Quergeschrieben

#Railjetset: Zugfahren für Fortschreitende

Der Andrang auf die Bahn wird größer. Das ist prinzipiell gut, aber bringt auch Ärgernisse. Wie die Zeit im Zug trotzdem angenehm wird. Tipps vom Vielfahrer.

Zum Autor:

Thomas Weber ist Gründer und Herausgeber von „Biorama“ (Magazin für nachhaltigen Lebensstil) und Buchautor (zuletzt: „100 Punkte Tag für Tag“). Er verantwortet die im Residenz-Verlag erscheinende Buchreihe „Leben auf Sicht“ und lebt im Marchfeld vor Wien. Er schreibt hier ab sofort im 14-Tage-Rhythmus mit der Journalistin und Autorin Anna Goldenberg.

Es wäre übertrieben zu behaupten, ich sei begeisterter Zugfahrer. Aber ich fahre gleichermaßen aus Überzeugung wie aus Gewohnheit. Fast schon seit ich mich erinnern kann, verbringe ich einen Teil meines Lebens auf Schiene. Routine wurde das Zugfahren mit dem Schulweg in die nahe Bezirkshauptstadt. Nach der Studienzeit wurde aus dem Semesterticket für die Wiener Linien eine Jahreskarte. Und meine durch Patchwork verstreut lebende Familie vereint seit Jahren eine ÖBB-Pauschale. Unser trotziger Pragmatismus – „Wenn wir so viel für die Zugjahreskarte zahlen, dann fahren wir sicher nicht mit dem Auto auf Urlaub!“ – hat uns neue Reiseziele entdecken lassen; vom niederösterreichischen Pielachtal bis ins Vorarlberger Montafon. Wir haben erkannt, dass sich der Radius mit dem Autoreisezug über Hamburg ohne Anstrengungen bis hinauf nach Südschweden erweitern lässt. Und im Frühjahr haben wir es mit dem Nachtzug – zwei Fahrten über Nacht und ein Tag Rom dazwischen – problemlos bis nach Sizilien geschafft. Auch beruflich bin ich viel unterwegs. Einiges ließe sich online unter dem Hashtag #Railjetset nachverfolgen.

Nun ist Zugfahren – endlich! – politisch erwünscht und als solches billiger geworden und außerdem noch Benzin für viele empfindlich teurer geworden. Beides bedeutet nicht nur volle, manchmal sogar überlastete Züge, sondern auch etwas mehr gedankliche Vorbereitung auf eine möglichst komfortable, stressfreie Bahnfahrt. Zwischen zwei Hauptbahnhöfen habe ich mir deshalb folgende Ratschläge für Sie überlegt: