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Deutschland

Annalena Baerbock und die autoritären Männer

Als erstes deutsches Regierungsmitglied reiste Annalena Baerbock nach Kriegsbeginn in die Ukraine.(c) Photothek via Getty Images (Florian Gaertner)
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Die Grüne richtet die Außenpolitik neu aus. Nicht nur China muss sich auf einen neuen Tonfall einstellen.

Manchmal reicht ein kleiner Raum, um eine große Ansage zu machen. Dienstag, New York: Annalena Baerbock tritt über grauen Teppichboden ans Rednerpult, vor ihr sitzen in Sesselreihen die Studenten der New School, einer linken US-Privatuniversität. Es gibt beeindruckendere Bühnen, um die Welt wissen zu lassen, in welche Richtung die deutsche Außenministerin die Diplomatie des mächtigsten EU-Landes lenken will.

Es ist ein 30 Jahre altes Konzept, das Baerbock am Dienstag aufgriff: die „partnership in leadership“, eine „gemeinsame Führungspartnerschaft“. Der ehemalige US-Präsident George Bush hatte Deutschland dieses Angebot um die Wende herum unterbreitet.

„Der Gedanke war zu weit gehend für die damalige Situation“, sagte Baerbock. Das sei nun anders. Deutschland müsse sich stärker denn je an die USA binden, gemeinsam im kommenden Kampf der Demokratien gegen die Autokratien bestehen. „Es obliegt meinem Land innerhalb der Europäischen Union, das maßgeblich mit voranzubringen“, so die Grüne.