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KONZERT ANDREAS GABALIER ++ EDITORIAL USE ONLY - NO SALES ++
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Pandemie

Wie die Rückkehr zur Normalität gelingen kann

Parameter wie die Zahl der Infektionen und Spitalspatienten verlieren zunehmend an Bedeutung. Um den Krisenmodus zu beenden, muss die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung gefördert werden. Dafür wiederum ist eine zielgerichtete Aufklärung unumgänglich.

Wie sehr die Kommunikation in der Pandemie aus den Fugen geraten ist und die Fronten zwischen sogenannten Maßnahmenbefürwortern und Maßnahmengegnern verhärtet sind, zeigt die anhaltende Debatte über das Ende der Isolationspflicht für positiv Getestete. Denn obwohl sich bei nüchterner Betrachtung in der neuen Verordnung keine Veränderung wiederfindet, von der ein allzu großer Einfluss auf das Infektionsgeschehen zu erwarten ist, wird daran gezerrt, als ob die Isolationspflicht ganz abgeschafft worden wäre und die unmittelbare Überlastung der Spitäler davon abhängen würde.

Oder glaubt irgendjemand, dass die wenigen Infizierten ohne Symptome in den fünf Tagen, in denen sie sich im Gegensatz zu früher nicht in Heimisolation begeben müssen, sondern mit FFP2-Maske einkaufen und zur Arbeit gehen dürfen, ein unkalkulierbares epidemiologisches Risiko darstellen? Vorausgesetzt natürlich, der Großteil der Betroffenen hält sich an die Regeln.

Aber diese Bedingung, also die Bereitschaft zur Befolgung von Vorgaben und Empfehlungen, galt schon zuvor. Und wurde von weiten Teilen der Bevölkerung ignoriert. Diesen Schluss legt insbesondere die in den vergangenen Monaten beobachtete beinahe vollständige Entkoppelung der Zahl der Spitalspatienten von jener der gemeldeten Neuinfektionen nahe. Was ein Indiz dafür ist, dass beide Parameter massiv an Aussagekraft verloren haben, wie am Mittwoch auch das Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums einräumte und erstmals keine exakte Prognose abgab, sondern sich auf mögliche Trends beschränkte. Vor diesem Hintergrund hat sich durch die jüngste Adaptierung der Verordnung also nicht viel an der Gefährdungslage in Österreich geändert.

Unbrauchbare Zahl der Infektionen