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Interview

Die Gletscher schwitzen in der Hitze

Andrea Fischer bei der Erforschung einer Gletscherhöhle des Jamtalferner-Gletschers bei Galtür.privat
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Das „ewige Eis“ ist durch den Klimawandel bedroht. Mit den abschmelzenden Gletschern zerrinnt auch das am längsten zurückreichende Archiv über Wetter, Klima, Vegetation oder menschlichen Einfluss.

Die Presse: Wir erleben in Europa gerade eine Hitzewelle nach der anderen. Wie ist der aktuelle Zustand der Alpengletscher?

Andrea Fischer: Den Gletschern in den Ostalpen geht es ein wenig schlechter als jenen in den Westalpen. In den niedrigeren Ostalpen ist das Eis schon sehr stark ausgedünnt, durch die Hitze geht es den Gletschern an die Substanz. In den Westalpen sind die Eisdecken noch mächtiger, aber der vergangene schneearme Winter führt auch dort zu noch nie dagewesenen Schmelzraten. Es ist aber nicht so markant wie in den Ostalpen.

 

Was sieht ein Laie von diesem Schmelzprozess?

Früher hat man die Gletscher als weiß glänzende Flächen wahrgenommen. Durch das Fehlen der Schneeschicht und den vielen Schutt sind diese Flächen jetzt grau und dunkel. Man erkennt aus der Entfernung nur schwer, wo der Gletscher überhaupt beginnt. Wenn man in der Nähe des Gletschers ist, bemerkt man vor allem die großen Schmelzwasserbäche. Sie sind sehr dunkel, weil sie viel Sediment mitführen. Manchmal hört man es rumpeln, weil auch viele größere Steine im Schmelzwasser sind. Und wenn man den Gletscher kennt, dann bemerkt man auch binnen weniger Tage den Flächenverlust.

 

Welche Szenarien ergeben sich aus den Forschungen für die Alpengletscher?