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Finanzierung

Gesundheitskasse abschaffen: Warum Doskozil recht hat

Stellt die Existenzberechtigung der Österreichischen Gesundheitskasse infrage: Burgenlands Ladeshauptmann Hans Peter Doskozil (hier im Bild beim Parteitag der SPÖ Burgenland im Mai).
Stellt die Existenzberechtigung der Österreichischen Gesundheitskasse infrage: Burgenlands Ladeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ, hier im Bild beim Parteitag der SPÖ Burgenland im Mai).(c) TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com
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Österreichs duales System ist veraltet und ineffizient. Die – auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Nachdruck empfohlene – Finanzierung aus einer Hand ist längst überfällig.

„Warum brauchen wir überhaupt eine Gesundheitskasse? Die Gesundheitskasse ist nur ein großer Apparat, der Geld verteilt.“ Was sich anhört wie ein launischer und nicht ganz ernst gemeinter Satz eines Landeshauptmannes im Dauer-Wahlkampfmodus, der seinem Ärger über die ständige finanzielle Unterstützung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) seitens des Landes Luft macht, ist nichts Geringeres als ein politischer Angriff auf das Finanzierungssystem des Gesundheitswesens.

Offensichtlich handelt es sich bei seinem Vorstoß um einen Versuchsballon, was erklären würde, warum Hans Peter Doskozil bei einer Veranstaltung der SPÖ Hornstein am Mittwoch nicht ins Detail ging, sondern nur anmerkte, dass das Land doch gleich sämtliche Aufgaben der ÖGK übernehmen könnte, nachdem es ohnehin ständig Feuerwehr spielen und Brände löschen müsse.

Nur ein anwesender Redakteur des „Standard“ erkennt die Brisanz der Aussagen und titelt mit „Doskozil fordert die Abschaffung der Gesundheitskasse“. Tatsächlich macht Burgenlands Landeshauptmann genau das. Und hat dafür auch gute, in dieser Rede noch nicht ausgesprochene Argumente.

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