Österreich

Der schwarze Kater nach dem türkisen Volksfest

Bundeskanzler Karl Nehammer.
Bundeskanzler Karl Nehammer. IMAGO/ZUMA Wire
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Einige Gründe für den Absturz der Partei sind offensichtlich. Doch intern glaubt man, dass es nicht nur an den Korruptionsvorwürfen und den aktuellen Themen liegt.

Wien darf nicht Berlin werden – zumindest aus Sicht der ÖVP. Und doch droht ihr das Schicksal der deutschen Schwesterpartei CDU, nämlich der Machtverlust nach der nächsten Nationalratswahl. In den Umfragen ist die SPÖ weit vorn, auch hierzulande wird bereits über eine Koalition aus Roten, Grünen und Liberalen spekuliert.

Parallelen gibt es durchaus: Beiden Parteien, ÖVP und CDU, sind im Vorjahr mit Sebastian Kurz und Angela Merkel ihre Lichtgestalten abhandengekommen. Wiewohl das Tempo der Berg- und Talfahrt der ÖVP vergleichsweise abenteuerlich ist: Nachdem die Partei von Kurz im Jahr 2017 von rund 20 auf über 30 Prozent katapultiert worden war, wies der Stimmungsbarometer zwischenzeitlich 48 Prozent in der Sonntagsfrage aus. Und das vor gerade einmal zwei Jahren. Jetzt ringt die ÖVP bei rund 20 Prozent um Platz zwei mit der FPÖ. Etliche Gründe für den Absturz, die für Konservative heikle Themenlage etwa, liegen auf der Hand – doch in der ÖVP werden auch allerhand weniger offensichtliche für die türkise Malaise genannt.

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