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Taiwan-Krise

Peking stoppt Kooperationen mit USA

Die Folgen des Kurzbesuchs von US-Parlamentschefin Nancy Pelosi in Taiwan weiten sich aus. China schoss Raketen in den Luftraum der Inselrepublik.

Peking/Washington/Taipeh. Die durch den Besuch von US-Parlamentschefin Nancy Pelosi in Taiwan befeuerte Krise hat sich bis Freitag erheblich verschärft. In Washington wurde Chinas Botschafter in das US-Außenamt zitiert, nachdem Chinas See- und Luftmanöver nahe Taiwan an Intensität zugelegt hatten und mittlerweile als bisher größte in der Region gelten.

Dabei wurden auch nicht näher genannte Raketen in Taiwans Luftraum geschossen, konkret über die inoffizielle Grenze in der Mitte der Taiwanstraße zwischen der Insel und Festlandchina. Fünf der neun Raketen fielen dann in Gewässer, die Tokio seiner ausschließlichen Wirtschaftszone zurechnet; es war angeblich der erste Vorfall dieser Art. In Taiwan gab es Kritik an der Regierung, weil kein Luftalarm gegeben worden war; ein Beamter sagte später, man habe Panik verhindern wollen.

Peking kündigte gegen die Demokratin Pelosi (82) und ihre Familie nicht näher erläuterte Strafen wegen „Einmischung in innere Angelegenheiten“ an und stoppte die Kooperation mit den USA in Bereichen wie Klimapolitik und illegaler Migration. Die Manöver sollen bis Sonntag dauern. Das US-Militär in der Region ist in Alarmzustand, würde aber bei einer Blitzaktion Chinas gegen Taiwan wenig unternehmen können.

(ag./red.)