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Sprung vorwärts, Blick zurück: Hugo Simon und „Lavendel“ nahmen bei der WM 1974 in Hickstead fast jede Hürde. Am Ende gab es Bronze.
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Zum 80. Geburtstag

Hugo Simon ist 80: Österreichs „Pferdeflüsterer“

Ritt Hugo Simon durch die Stadthalle, wähnte man sich bei einem Rockkonzert. Ob „E. T.“, „Flipper“ oder „Gladstone“, auch seine Vierbeiner waren Legenden. Salut zum 80. Geburtstag.

Es gibt Typen, die vergisst man nicht. Wegen Begegnungen, Erzählungen oder ihren Lebensgeschichten, die tiefer unter die Haut gingen als bei anderen. Oder wegen ihrer Bewerbe, die eng mit emotionalen Hürden verbunden sind, die andere niemals meisterten. Da spielen weder Körpergröße noch Siege die tragende Rolle, sondern der Faktor Mensch. Was er sagt, denkt, wie er ist, sich verhält. In diese Kategorie fällt Österreichs Springreit-Ikone Hugo Simon. Nahbar, guter Laune, quirlig, direkt, gern auch giftig. 1,57 Meter groß, hoch zu Ross immer ein Gigant.

Am Mittwoch feierte Simon seinen 80. Geburtstag, der ORF gratulierte mit einer beachtlichen Dokumentation. Doch noch jüngeren Generationen sagen Namen wie Hugo, E. T. oder Gladstone nichts mehr. Da ist die Zeit längst über die Hürden gegangen, hat das Verschwinden von Klassikern wie dem „Fest der Pferde“ in der Wiener Stadthalle eine viel zu große Lücke gerissen. Dort gingen nach 24 sagenhaften Auflagen 2010 aus Kostengründen endgültig die Lichter aus.

Wer das aber gesehen hat, der weiß, was Springreiten sein kann. Und Hugo Simon war einer der Besten.