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Das ist gar nicht der Eiserne Thron! „House of the Dragon“ erzählt die Vorgeschichte zu „Game of Thrones“ und könnte ein Massenphänomen werden.
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Netflix & Co.

Wird Streaming jetzt wieder so wie Fernsehen?

Immer mehr Plattformen, Werbepausen, neue Folgen im Wochentakt: Die Streamingdienste kämpfen um Dominanz – auch mit alten Mitteln. Der Anfang vom Ende des Streaming, wie wir es kennen?

Wo ist es, das Lagerfeuer, um das wir uns alle wärmend scharen möchten? Wir scheinen es zu vermissen. So sehr der moderne westliche Medien-Mensch ein individuelles Wesen ist, stolz auf seinen speziellen Geschmack, froh über Geheimtipps und exklusive Entdeckungen, so sehr will er doch auch teilhaben an einem kollektiven Erlebnis. Anders ausgedrückt, in Bezug auf den Film- und Seriendiskurs: Er will mitreden.

Und das gestaltet sich gerade gar nicht so einfach. Waren es in der Vergangenheit, als man abends den Fernseher aufdrehte, um zu sehen, was eben gerade gesendet wurde, große TV-Ereignisse oder nationale Serienlieblinge, die unsere Aufmerksamkeit und Gespräche beherrschten, so brachen mit dem Streamingboom ab den 2010ern goldene Serienjahre an, die uns viele spannende Produktionen bescherten. Manche, wie „Game of Thrones“, wurden zum Massenereignis. Und war ein solches gerade nicht in Sicht, dann konnten wir uns zumindest auf Netflix einigen: den Platzhirsch, der das moderne Streaming erfunden und nach Europa gebracht hatte, dem in Wortschöpfungen wie „Netflix and Chill“ gehuldigt wurde, der immer wieder ein paar mehr oder weniger hell lodernde Strohfeuer zu zünden vermochte – von „Stranger Things“ bis „Squid Game“.

Aber die Vormachtstellung von Netflix zerbröselt langsam – und während die Streaminglandschaft fragmentierter wird, neue Player auf den Markt strömen und sich so mancher Nutzer fragt, für wie viele unterschiedliche Plattformen er eigentlich zu zahlen bereit ist, versuchen die einzelnen Streamingdienste verzweifelt, wieder ein großes Lagerfeuer zu zünden. Warum scheint ihnen das nur so schwerzufallen?

Netflix strauchelt: Der Platzhirsch kriegt Konkurrenz

Nicht andere Streamingdienste könnten Netflix gefährlich werden, behauptete dessen Gründer, Reed Hastings, 2017 großspurig vor Investoren. Nein, die größte Konkurrenz sei die lästige menschliche Angewohnheit des Schlafens: Nicht Amazon, nicht HBO, sondern nur die Müdigkeit halte einen letztlich davon ab, noch eine weitere Netflix-Folge zu schauen.