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Migration

Italiens Rechtspopulistin Meloni hält Schiffsblockade gegen Migranten für möglich

In eineinhalb Monaten wird in Italien das Parlament gewählt.
In eineinhalb Monaten wird in Italien das Parlament gewählt.APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI
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"Warum hat die EU nie versucht, mit Libyen zu verhandeln, um einen Abreisestopp zu vereinbaren?“, fragt die Chefin der Fratelli d'Italia, die auf einen Wahlsieg bei den nahenden Parlamentswahlen hofft.

Die italienische Rechtspopulistin Giorgia Meloni, Vorsitzende der postfaschistischen Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens/FdI), sieht eine Schiffsblockade vor Nordafrika als Weg, um die Migrantenankünfte in ihrer Heimat Italien zu stoppen. "Die beste Lösung für das Problem der Migration besteht darin, die Abfahrten zu blockieren", so Meloni im Interview mit dem italienischen Radiosender 102-5.

"Viele behaupten, dass eine Seeblockade nicht durchgeführt werden kann, weil dies einer Kriegshandlung ähnlich ist. Warum hat die EU nie versucht, mit Libyen zu verhandeln, um einen Abreisestopp zu vereinbaren?", fragte Meloni. Sie sprach sich für die Einrichtung von Hotspots in Afrika, in denen bewertet werden soll, wer das Recht habe, als Flüchtling nach Europa einzuwandern. "Man kann mit den libyschen Behörden verhandeln", meinte die 45-jährige Römerin.

Fratelli d'Italia spekulieren mit Wahlsieg

Meloni führt die laut Umfragen stärkste Einzelpartei im Mitte-Rechts-Block. Sollte die Mitte-Rechts-Koalition die Parlamentswahl am 25. September gewinnen und ihre Gruppierung als stärkste Einzelpartei abschneiden, habe sie Anspruch auf den Premierministerposten. "Die Regeln sind im Mitte-Rechts-Lager bekannt. Die Partei, die in der Koalition die meisten Stimmen erhält, schlägt den Namen des Ministerpräsidenten vor. Dieser Name bin ich, wenn Fratelli d'Italia als stärkste Einzelpartei aus den Wahlen hervorgeht", so Meloni.

Das Mitte-Rechts-Lager aus Melonis FdI, der Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi und der Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini gilt als Favorit bei der italienischen Parlamentswahl am 25. September. Laut Umfragen könnten es die Fratelli d'Italia auf 23 Prozent der Stimmen schaffen.

(APA)