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Aktien

Der große Rückkauf an den Börsen

Ölkonzerne kaufen mit ihren Krisengewinnen im großen Stil Aktien zurück. Aber am stärksten ausgeprägt ist die Buy-Back-Kultur im Tech-Sektor und bei Finanzdienstleistern.APA/AFP/GETTY IMAGES/Brandon Bel
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Ein Rekordjahr bei Aktienrückkäufen steht bevor. Das freut Aktionäre, ruft aber Kritiker auf den Plan. Das Geld solle nachhaltig investiert werden. Die USA planen eine Steuer auf Buy-backs.

Mindestens bis Jahresende dürfte die „Buy-back-Bonanza“ – so nannte jüngst die Nachrichtenagentur Bloomberg die aktuelle Flut an Aktienrückkäufen an den Börsen – anhalten. Denn ab erstem Jänner 2023 sollen Buy-backs in den USA besteuert werden, so sieht es das am Sonntag vom US-Senat verabschiedete Klima- und Sozialpaket vor. Zwar ist die Abgabe mit einem Prozent gering, dennoch könnte sie dazu führen, dass Konzerne versuchen, manch Deal noch vor Jahreswechsel über die Ziellinie zu bekommen.

Aber Aktienrückkäufe waren schon bisher auf dem Weg zu einem Rekordjahr. Laut einem Bericht von Goldman Sachs sind es in den USA die Konzerne selbst, die an den Börsen die Nachfrage nach ihren eigenen Aktien treiben. Die Experten der Bank erwarteten bereits im Frühjahr, dass die Aktienrückkäufe von im S&P 500 gelisteten Unternehmen heuer das Volumen von einer Billion US-Dollar erreichen könnten – das wäre ein Wachstum von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.