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Anleihen

Angst vor Rezession lässt Anleihezinsen wieder sinken

Im Vergleich zu Juli ist ein Zinsrückgang um 20 Prozent zu verzeichnen. Es herrsche jedoch hohe Nachfrage nach österreichischen Anleihen.

Am Anleihenmarkt sind die Zinsen wieder gesunken. Der Markt ist derzeit von zwei Problemen geprägt: Die Marktteilnehmer schwanken zwischen Inflationsängsten und Sorgen vor einer Rezession. Sorgte zuletzt das Thema Inflation für steigende Zinsen, so gerieten diesmal die Zinsen auf Grund von Rezessionsängsten unter Druck, sagt Markus Stix, Vorstand der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) am Dienstag.

Im Vergleich zu Juli ist ein Zinsrückgang um 20 Prozent zu verzeichnen. Wobei der Anleihenmarkt aktuell generell sehr volatil ist. Schwankungen um 20 Basispunkte sind durchaus an der Tagesordnung. Der Anleihenmarkt verhalte sich fast wie der Aktienmarkt, merkt Stix an.

Eine zehnjährige Anleihe wurde um 600 Millionen auf 8,41 Milliarden Euro aufgestockt. Die Emissionsrendite lag bei 1,415 Prozent. Bei der bisher letzten Aufstockung verzeichnete die Anleihe noch eine Emissionsrendite von 1,805 Prozent. Wobei die aktuelle Anleihe zweifach überzeichnet war.

Die 3,15-%-Bundesanleihe 2012-2044/4 wurde um 400 Millionen auf 7,51 Milliarden Euro aufgestockt. Die Emissionsrendite betrug 1,743 Prozent. Zuletzt wurde diese Anleihe 2016 aufgestockt. Insofern sind die Zinsen bei diesem Papier nicht vergleichbar. Aber auch bei dieser Anleihe zeigte sich das rege Interesse der Investoren: Die aktuelle Aufstockung der Anleihe war sogar 2,91-fach überzeichnet.

Die OeBFA ist gut im Zeitplan: Schließlich hat sie bereits 75 Prozent des für heuer geplanten Finanzierungsvolumens erfüllt.

(APA)