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Ruhephase

Zu zweit schläft es sich besser, Kinder außen vor

So mancher Schwan in der Donau scheint auch lieber im Doppelpack zu schlafen.
So mancher Schwan in der Donau scheint auch lieber im Doppelpack zu schlafen.(c) imago images/Volker Preusser
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Wer sich nachts das Bett teilt, klagt im Schnitt weniger über Schlaflosigkeit. Entscheidend ist aber, wer mit auf der Matratze liegt.

Ein Drittel seines Lebens verbringt ein Mensch im Schlaf. Neben dem Wachstum, der Immunstärkung dient er auch der Psyche. Besonders erholsam soll er sein, wenn das Bett geteilt wird. Das haben Forschende um Brandon Fuentes der University of Arizona herausgefunden. Jene, die im Doppelpack schlafen, berichteten im Rahmen der Studie weniger über Schlaflosigkeit und Müdigkeit als diejenigen, die die Nacht alleine verbringen. Auch scheint man mit Partnerin oder Partner in der Regel schneller ein- und länger zu schlafen. Und das, obwohl ein ruhender Körper immer noch etwa 80 Watt Wärme an seine unmittelbare Umgebung abgibt, die man gerade in Tropennächte nicht unbedingt bräuchte. Das Bett teilen, heißt aber ja nicht zwingend kuscheln.

Im Übrigen zeigte sich bei jenen, die zusammen schlafen, auch das Risiko für eine Schlafapnoe geringer. Mit dem eigenen Kind an der Seite zeigten sich indessen gegenteilige Effekte. Die Schlaflosigkeit steigt, ebenso wie das Schlafapnoe-Risiko. Allgemein berichteten jene Befragten über weniger Eigenkontrolle über ihren Schlaf.

Depressionen und Stress

Während das Schlafen neben dem Partner oder der Partnerin auch mit niedrigeren Depressions-, Angst- und Stresswerten einhergeht, sowie mit einer höheren Lebenszufriedenheit und dem Gefühl größerer sozialen Unterstützung, werden Kinder hingegen eher mit nächtlichem Stress in Verbindung gebracht. Höhere Depressionswerte wies die Gruppe der Alleinschlafenden auf.

„Es hat sich gezeigt, dass das Schlafen mit einem romantischen Partner oder Partnerin große Vorteile für die Schlafgesundheit mit sich bringt, einschließlich eines geringeren Schlafapnoe-Risikos, eines geringeren Schweregrads der Schlafstörungen und einer allgemeinen Verbesserung der Schlafqualität“, so der Hauptautor der Studie Fuentes, in einer Mitteilung.

Für die Untersuchung wurden über 1000 Erwachsene im erwebsfähigen Alter befragt, die Daten zur Schlafgesundheit wurden mit gängigen Instrumenten, etwa dem Insomnia Severity Index und dem Stop-Band-Apnoe-Score. Über die Relevanz des Faktors, mit wem oder ob man sein Bett teilt, waren selbst die Forschenden überrascht, so liest es sich in der Pressemitteilung, wobei die Daten keine Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung erlauben. Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal „Sleep“.

(evdin)