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Auffrischung

Corona-Viertimpfung in Österreich nun ab 60 Jahren empfohlen

APA/GEORG HOCHMUTH
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Das Nationale Impfgremium senkte die Altersgrenze von zuletzt 65 Jahren. In den kommenden zwei Wochen sollen zudem rund 74.000 Dosen des Totimpfstoffes von Valneva geliefert werden.

In Österreich ist ab sofort die Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 - also der vierte Stich - bereits ab 60 Jahren empfohlen. Das Nationale Impfgremium (NIG) senkte in seiner am Mittwoch aktualisierten Anwendungsempfehlung die Altersgrenze von zuletzt 65 Jahren. Zusätzlich sollen sich Risikopersonen ab zwölf Jahren ebenfalls eine Auffrischung holen. Bis Ende August wird außerdem der Totimpfstoff von Valneva verfügbar sein, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Änderung bei der Viertimpfung folgt dem Vorgehen der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sowie des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). "Mit der Empfehlung für eine Auffrischungsimpfung bereits ab 60 Jahren vereinheitlichen wir die Empfehlung gemäß den europaweiten Vorgaben und sorgen so für mehr Klarheit in der Kommunikation", so Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Entwicklungen in der Pandemie und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ältere Personen ebenso wie Risikogruppen nach wie vor das höchste Risiko für schwere Verläufe von Covid-19 haben, hieß es weiter.

Auffrischung frühestens nach vier Monaten

Neue wissenschaftliche Analysen ergaben demnach, dass bereits Personen ab 60 Jahren von einer früheren Auffrischungsimpfung profitieren. Die Auffrischungsimpfung soll frühestens vier Monate, jedenfalls aber ab sechs Monaten nach Abschluss der Grundimmunisierung mit drei Impfungen oder nach einer Infektion erfolgen. Gesunden, immunkompetenten Personen von zwölf bis 59 Jahren ist eine Auffrischungsimpfung laut Anwendungsempfehlung weiterhin "nicht allgemein empfohlen". Auf persönlichen Wunsch soll aber auch diesen Personen eine Auffrischungsimpfung nicht vorenthalten werden.

Das Gesundheitsministerium erwartet in den kommenden zwei Wochen die erste Lieferung von rund 74.000 Dosen des Vakzins vom österreichisch-französischen Hersteller Valneva. Danach könne der Impfstoff voraussichtlich Ende August in den Impfstraßen der Bundesländer eingesetzt werden.

„Menschen erreichen, die mRNA-Impfstoff skeptisch gegenüberstehen"

"Der Impfstoff von Valneva erweitert die Auswahl noch einmal. Damit ist auch ein gut wirksamer, klassischer Totimpfstoff gegen Covid-19 verfügbar. Ich hoffe, dass wir damit einige Menschen erreichen, die den neu entwickelten mRNA-Impfstoffen bisher skeptisch gegenüberstanden", betonte Rauch.

Die bevorstehende Verfügbarkeit des Valneva-Vakzins hat das NIG bereits in seiner Anwendungsempfehlung berücksichtigt. Der Impfstoff wird laut Fachinformation in zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen verabreicht und ist derzeit für die Altersgruppe von 18 bis 50 Jahren für die aktive Immunisierung zugelassen. Es sei anzunehmen, dass auch nach den ersten beiden Impfungen weitere Booster oder Auffrischungen notwendig sein werden, wird erläutert.

(APA)