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Chinas Botschafter: Nobelpreisverleihung widerspricht Prinzipien

Chinas Botschafter Nobelpreisverleihung widerspricht
(c) REUTERS (SCANPIX NORWAY)
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China werde sich durch die Preisverleihung nicht von seinem Weg abbringen, so der chinesische Botschafter in Wien.

Der chinesische Botschafter in Österreich, Shi Mingde, hat kritisiert, dass die Verleihung des Friedensnobelpreises an den chinesischen Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo den Prinzipien des Preises widerspricht. Dieser sei vor mehr als hundert Jahren geschaffen worden, um "große und wichtige Beiträge zu Frieden und Völkerverständigung" zu würdigen. Die diesjährige Verleihung sei aus politischer Absicht erfolgt und mit den Leitgedanken des Friedensnobelpreises nicht zu vereinbaren, so der Botschafter in einem Interview am Freitagabend in der ZiB 2 des ORF-Fernsehens.

"Wer glaubt, China mit einer Preisverleihung von seinem Weg abbringen zu können, ist auf dem total falschen Weg", sagte Shi Mingde. Liu Xiaobo habe "zum Sturz der chinesischen Regierung aufgerufen" und sitze deswegen im Gefängnis. Die chinesische Justiz sei unabhängig und wer gegen die Gesetze verstoße werde zur Verantwortung gezogen. Der Diplomat dementierte auch, dass China Druck auf Staaten ausgeübt habe, nicht an der Nobelpreisverleihung in Oslo teilzunehmen.

Weder Liu noch seine unter Hausarrest stehende Ehefrau Liu Xia konnten am Freitag an der Zeremonie in der norwegischen Hauptstadt teilnehmen. Ein leerer Stuhl symbolisierte die Abwesenheit Lius. 15 Länder blieben der Zeremonie in Anwesenheit von König Harald V. und Königin Sonja fern, darunter neben China auch Russland, Afghanistan und der Irak. Serbien entsandte in letzter Minute doch einen Vertreter.

(APA)