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Salzburger Festspiele

Nach dieser Schubert-Sonate geht keine Zugabe mehr

András Schiff bot Leidenschaft und poetischen Charme. Mozarts c-Moll-Messe erklang dann in einer rekonstruierten Version.

Noch am Morgen sei er unschlüssig gewesen, was er spielen solle, erzählte András Schiff launig – und sagte die Stücke erst an, bevor er sie spielte. Als er nach der Air aus den Goldberg-Variationen erklärte, damit bereits die Zugabe vorweggenommen zu haben, da das Schlussstück keine Zugabe vertrage, steigerte dies die Neugier der Besucher noch mehr. Tatsächlich: Nach Schiffs an Leidenschaft und poetischem Charme schwer überbietbarer Interpretation von Schuberts später A-Dur-Sonate konnte man nur eines: tief ausatmen. Jede Draufgabe wäre unpassend gewesen.

Brillant und nachdenklich eloquent auch die übrigen Stücke: Bachs Fünfte Französische Suite, auf die Mozarts von dessen tiefer Bach-Verehrung zeugende „Kleine Gigue“ folgte, Haydns c-Moll-Klaviersonate aus dem Jahr 1771, Beethovens Bagatellen Opus 126 sowie, betont intim gedeutet, Mozarts an unerwarteten Modulationen reiches a-Moll-Rondo – als eine Art Präludium für den folgenden, ebenso abwechslungsreichen Schubert in A-Dur.