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„Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin in finale Staffel nicht involviert

MEOW WOLF: ORIGIN STORY, George R.R. Martin, author, 2018. Fathom Events / courtesy Everett Collection !ACHTUNG AUFNAHME
George R. R. Martin soll bei den Spinoffs mehr eingebunden werden(c) imago images/Everett Collection (via www.imago-images.de)
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An den ersten Staffeln schrieb der Fantasy-Autor noch mit. Bei den viel kritisierten Staffeln sieben und acht wurde George R. R. Martin „ziemlich außen vor gelassen“, wie er selbst sagt.

Am kommenden Montag feiert die erste Folge der neuen Serie „House of the Dragon“, ein Spinoff des immens erfolgreichen „Game of Thrones“, in Wien Premiere, ehe es am 21. August regulär zu sehen sein wird (bei Sky). Beim Produktionssender HBO fürchtet man, dass einige Fans der Originalserie „House of the Dragon“ nicht sehen wollen, weil sie immer noch enttäuscht sind über das Finale der Originalserie. Vorlagenautor George R.R. Martin ist sich bewusst, wie schlecht die siebte und achte Staffel bei Fans angekommen sind, wie er der „New York Times“ sagte. Er verdeutlichte aber, wie wenig er selbst involviert war.

In den frühen Staffeln schrieb und las Martin Drehbücher und wurde bei wichtigen Besetzungen von den Serienschöpfern D.B. Weiss und David Benioff nach seiner Meinung gefragt. Doch nach Staffel vier zog er sich zurück, um an dem sechsten Teil der Vorlagenreihe „A Song of Ice and Fire“ zu arbeiten. Dieser, „The Winds of Winter“ betitelt, ist bis heute nicht erschienen. An der vielen Arbeit für „Game of Thrones“ liegt das nicht.

„Das müssen Sie David und Dan fragen“

„Bei Staffel fünf und sechs, sicherlich aber bei Staffel sieben und acht wurde ich ziemlich außen vor gelassen“, sagte Martin. Warum das so war, kann er nicht erklären. „Ich weiß nicht – das müssen Sie David (Benioff) und Dan (Weiss) fragen“, sagte der Schriftsteller. Eine Anfrage der „New York Times“ an die beiden Serienmacher blieb unbeantwortet.

Bei den Spinoffs soll das nicht mehr passieren. „George ist eine extrem wertvolle Quelle“, sagte HBO-Programmchef Casey Bloys. „Er ist im wahrsten Sinne des Wortes der Schöpfer dieser Welt. Er ist ihr Historiker, ihr Erschaffer, ihr Bewahrer. Und so kann ich mir nicht vorstellen, eine Serie zu machen, an die er nicht glaubt und die er nicht unterstützt.“

Floppt „House of the Dragon“, kriegt HBO ein Problem

Er erwartet sich nicht, dass „The House of Dragon“ so erfolgreich wird wie „Game of Thrones“. Würde die neue Serie aber floppen, hätte HBO ein echtes Problem, denn der Sender baut auf das Franchise und ist finanziell derzeit nicht gut aufgestellt. HBO gehört zum Konzern Warner Bros. Discovery, der durch eine Fusion erst im vergangenen Jahr entstanden ist. Für das zweite Quartal legte er einen Nettoverlust von 3,4 Milliarden Dollar (3,34 Mrd. Euro) vor. Der Verlust setze sich zusammen aus etwa zwei Milliarden Dollar an Abschreibungen, etwa eine Milliarde US-Dollar an Restrukturierungs- und anderen Kosten sowie 983 Millionen Dollar an Transaktions- und Integrationskosten, ließ der Konzern wissen.

Jüngst schrieb Warner Bros. Discovery auch damit Schlagzeilen, dass er sich dazu entschied, den beinahe fertigen „Batgirl“-Film nicht zu veröffentlichen. Dieser war eigentlich für HBO als einer Streamingfilm geplant gewesen. Als Steuerabschreibeposten war er offenbar nützlicher. Bei HBO sollen zudem mehrere Filmprojekte abgesagt worden sein. Fraglich ist darum auch, welche der geplanten „Game of Thrones“-Spinoff-Serien realisiert werden kann. Geplant ist etwa eine über die Figur des Jon Snow, der Ende der Originalserie sehr zum Ärger vieler Fans als ein Verlierer hervorging. Ein Fehler, den HBO offenbar wiedergutmachen will.

>> Bericht in der „New York Times"