Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Förderung

Die Teuerungswelle schwappt auch in den Sport

REUTERS
  • Drucken

Nicht nur Wirtschaft, Industrie und Haushalte stöhnen unter explodierenden Betriebskosten, auch Verbände und Vereine. Prompt heult der Schrei nach höheren Bundessportförderungen auf – sind 120 Millionen Euro jedoch realistisch?

Wien. Österreichs organisierter Sport rang jahrelang erbittert darum, bei der Politik ein offenes Ohr zu finden. Die Bundessportförderung galt es zu erhöhen, schon über ein Jahrzehnt war die Summe, ca. 80 Millionen Euro, nicht erhöht worden. Es ist Fördergeld, das durch das Glücksspielgesetz legitimiert ist für den Sport. Das Wehklagen wurde immer lauter und ist jetzt ob der Kostenexplosionen ein Hilferuf geworden.

Sport Austria und Weggefährten aus Askö, Asvö und Union ließen alle Drähte glühen, im Juni kam endlich grünes Licht von Sportminister Werner Kogler und Finanzminister Magnus Brunner. Die Valorisierung sollte kein frommer Wunsch mehr sein, vor allem ob gestiegener Betriebs- und Nebenkosten, Spritpreise und einer Inflation von 9,2 Prozent ist sie zwingend nötig. Aber kommt sie?

In der Fußball-Bundesliga laufen schon Erhebungen, wo es Einsparungspotenzial (kürzere Flutlichtzeiten, kaltes Wasser, weniger Heizung, etc.) gäbe. Auch Hallenbetreiber (manche Tennishalle bleibt im Herbst geschlossen), Schwimmbäder (geheizte Becken?) oder Eishockeyvereine wie KAC (300.000 Euro extra nur für Benzin budgetiert) rechnen weiterhin nach. Von größeren Bedenken im Breiten- oder Nachwuchssektor ganz zu schweigen.