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Elektronik-Pioniere

Kruder & Dorfmeister im Interview: „Unsere Existenz ist ein einziger Urlaub“

Kruder & Dorfmeister
„Wir haben schon als junge Musiker darauf geachtet, in Richtung Klassiker zu arbeiten. Mit dieser Attitüde können wir ewig weitermachen.“ Am Freitag, 12. August, spielen Kruder & Dorfmeister live in der Wiener Arena.Carolina M. Frank
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Das nicht nur in Wien weltberühmte Duo tritt heute, Freitag, nach langer Zeit wieder in der Arena auf. Mit der „Presse“ sprachen die beiden über ihre Karriere, das Alter und warum elektronische Musik „nur immer lauter“ wird.

Die Presse: Kruder & Dorfmeister haben mit minimalem Output maximalen Erfolg erreicht. Wer waren anfangs Ihre wichtigsten Verbündeten?

Richard Dorfmeister: Wir selbst. Wir haben alles allein gemacht. Wir sind mit unserer ersten EP nach Großbritannien gefahren und haben von der Telefonzelle aus Labels wie Ninja Tune und Radiomenschen wie Gilles Peterson angerufen. Bald sprang die Insel auf unsere Musik auf.

Peter Kruder: Zugute kam uns, dass damals der Remix hoch angesehen war. Es war etwas total Spannendes, wenn jemand wie Andrew Weatherall Stücke neu mischte. Letztlich haben wir den Apparat der Industrie genützt, etwa bei unseren Depeche-Mode-Remixes, ohne dabei sein zu müssen.

Berühmt wurden K&D auch durchs Ablehnen von Remix-Anfragen. War das nicht ein bisserl kokett?

Kruder: Nein. Wir haben nur Aufträge angenommen, wenn wir dachten, wir könnten eine Nummer verbessern.

Wie hat sich der Status der elektronischen Musik verändert?