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Wenn Frauen das Antlitz geraubt wird. Vor einem Jahr marschierten die Taliban in Kabul ein und übernahmen die Macht.
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Analyse

Ein Jahr an der Macht: Die Schreckensbilanz der Taliban

Ein Jahr nach der Machtübernahme durch die Taliban droht in Afghanistan eine humanitäre Katastrophe. Die Extremisten unterdrücken die Frauen. Und der IS verbreitet aus dem Untergrund Terror.

Plötzlich ging alles sehr schnell. Wie ein Kartenhaus brach das politische System zusammen, das die USA so viele Jahre gestützt hatten. Afghanistans Militär war nicht imstande, den Vormarsch der islamistischen Taliban zu stoppen. Die Regierung floh ins Ausland. Am 15. August 2021 – fast zwanzig Jahre nach ihrer Vertreibung von der Macht – marschierten die Taliban erneut in der Hauptstadt, Kabul, ein. Tausende Menschen wurden mit einer Luftbrücke der USA und anderer Länder in Sicherheit gebracht.

Die Taliban übernahmen die Regierungsgewalt. Sie machten viele Versprechen – und in Afghanistan und international keimte Hoffnung auf, dass die Taliban-Herrschaft dieses Mal nicht so verheerend sein würde wie in den 1990er-Jahren. Doch nun, ein Jahr später, steht das Land am Abgrund.

Herrschaft durch Repression

Menschen werden verschleppt, gefoltert und umgebracht. Die Fakten, die die UN-Mission in Afghanistan zuletzt in einem Bericht zusammengetragen hat, zeigen ein düsteres Bild: Auch in ihrem neuen „Emirat“ herrschen die Taliban mit Repression.