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Porträt

„Wer Leistung fordert, muss Sinn bieten“

Roman Oberauer
Roman OberauerStanislav Kogiku
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Automatisierung sollte helfen, Zeit für sinnvolle Tätigkeiten zu gewinnen, sagt Roman Oberauer, Managing Director von NTT Austria. Managern rät er, „nicht über Expertise zu führen“.

Es war dann doch „nur“ der Arbeitstitel seiner MBA-Arbeit: „Lehrberuf Manager“. Obwohl genau auf dem Punkt, war er den Professoren zu flapsig*. „Management ist ein Lehrberuf“, sagt Roman Oberauer, seit Februar Managing Director des japanischen IT-Dienstleisters NTT Austria. „Manchen geht Managen leichter von der Hand, manchen weniger. Aber: Managen muss man lernen“, sagt der 43-Jährige. Und es lasse sich erlernen, entsprechendes Interesse vorausgesetzt. Sofern man nicht wegen des Geldes Führungskraft werden wolle.

Wie das mit dem Lehrberuf ist, kann Oberauer aus eigener Erfahrung gut beurteilen. Er, aus dem salzburgischen Wagrain stammend, wollte rasch auf eigenen Beinen stehen, etwas aus sich machen und nicht im Tourismus arbeiten.

Also begann er eine Nachrichtenelektroniker-Lehre an der Fernmeldemonteurschule Graz. Neben dem Fachlichen lernte er dort zweierlei: pünktlich zu sein und Arbeit als solche zu erkennen. Also Aufgaben zu sehen und anzupacken. Das prägte ihn, und darauf schaut er auch bei seinen Mitarbeitenden. Er sei stolz auf seinen Lehrabschluss, und die Lehre zu fördern ist ihm ein Anliegen.

Trotzdem entschloss er sich, berufsbegleitend die Matura, Studien und eine Trainerausbildung zu absolvieren. Irgendwann war dann sein Entschluss gereift, von der Fach- in eine Führungslaufbahn zu wechseln: „Ich habe immer gern Verantwortung übernommen.“ Was ihn daran reizt: „Für eine Gruppe da sein zu dürfen.“

Roman Oberauer
Roman OberauerStanislav Kogiku