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Energiekrise

Pipeline von Spanien nach Frankreich wäre bald möglich

Spanien ist via Pipeline mit dem Förderland Algerien verbunden - bald könnte das Gas auch nach Frankreich weiter fließen.
Spanien ist via Pipeline mit dem Förderland Algerien verbunden - bald könnte das Gas auch nach Frankreich weiter fließen.Reuters/ Jon Nazca
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Die EU muss sich nach alternativen Methoden zur Energiebeschaffung umsehen. Eine Möglichkeit: Pipelines von Spanien nach Frankreich oder Italien.

Die angedachte Gas-Pipelineverbindung zwischen Spanien und Frankreich könnte nach Angaben der Regierung in Madrid in weniger als einem Jahr funktionstüchtig sein. Voraussetzung sei, dass sich Frankreich und die EU auf das Projekt verständigten, sagte die spanische Energieministerin Teresa Ribera am Freitag dem Sender TVE. Dann könnte es acht bis neun Monate dauern. Die Verbindung der Netze beider Länder würde es nötig machen, einen Pipeline-Abschnitt neu zu verlegen.

Ribera forderte für das Projekt auch Unterstützung aus Deutschland. Die Regierung in Berlin solle sich in die Gespräche zwischen Spanien und Frankreich über die Erdgas-Verbindung über die Pyrenäen einschalten, um so "den Weg zu ebnen", so die Ministerin.

Pipeline zwischen Portugal, Spanien und Frankreich

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz hatte am Donnerstag gesagt, er habe sich für die Pipeline zwischen Portugal, Spanien und Frankreich ausgesprochen und mit EU-Vertretern über das Projekt gesprochen. Spanien hat die meisten Flüssiggas-Terminals in Europa und zudem eine Pipeline aus dem Förderland Algerien. Es besteht allerdings keine größere Verbindung nach Frankreich, ein Projekt wurde vor Jahren wegen Unwirtschaftlichkeit abgebrochen. Mit Hilfe der EU könnte es wiederbelebt werden.

Diskutiert wird auch eine Verbindung von Spanien nach Italien. Auch dies würde helfen, den Gasfluss nach Mitteleuropa und somit Deutschland zu erleichtern. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sucht die EU fieberhaft Alternativen zu russischen Gaslieferungen, die momentan stark eingeschränkt sind.

(APA)