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Obst

Wassermelone: Der Geschmack des Sommers

Die Wassermelone besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser, schafft es aber trotzdem, leicht süß zu schmecken. Früher war die Frucht recht bitter.
Die Wassermelone besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser, schafft es aber trotzdem, leicht süß zu schmecken. Früher war die Frucht recht bitter.(c) Getty Images/Cavan Images RF (Cavan Images)
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Kaum etwas macht diese Jahreszeit so fassbar wie die Wassermelone. Heute kommt die Frucht sehr vielseitig zum Einsatz. Eine Annäherung an die rot-grünen Schnitze.

Die Wassermelone hat es ja auch nicht leicht, mit all ihren Identitätskonflikten. Sie ist ein Kürbisgewächs, also ein Gemüse, und sie weiß nicht, wo sie eigentlich herkommt. Aus dem südlichen Afrika, wo sie von der Zitronenmelone abstammt? Oder aus dem heutigen Sudan, wo die Kordofan-Melone verbreitet war, mit der die heutige Version am engsten verwandt zu sein scheint? Doch trotz dieser Unsicherheiten verzichtet die Frucht nie auf ihren großen Auftritt. Sie kommt mit den ersten lauen Sommerabenden, mit der Grün- und Warmwerdung der Natur, und sie bleibt, den ganzen Sommer lang. Sie gibt dieser Jahreszeit ihren Geschmack. Wer Ende September zurückdenkt an den Urlaub, die Wochenenden unter freiem Himmel, der denkt wohl auch an die Schnitze, an ihre seltsam mehlige, aber saftige Substanz, an pickige Hände, an die matte Süße.

Kaum etwas macht den Sommer so fassbar, wie die Wassermelone. Es ist erstaunlich, wie vielseitig sich die Frucht in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Gerade noch wurde sie als Salat mit Feta-Käse und Minze serviert, oder sie landete scheibenweise auf dem Grill, stückchenweise im salzigen Gericht. Doch nun wird aus dem Fruchtfleisch Thunfisch. Veganer Thunfisch. Es ist der neueste Hit: Melonenscheiben werden mit Sesamöl, Sojasauce und Nori mariniert und anschließend gebacken, was ihre Konsistenz verändert. Nach dem Backen nochmals marinieren, und fertig ist die vegane Alternative, die entweder auf Sushi-Reis landet, oder nackt auf dem Teller als Steak.