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Quergeschrieben

Ein süßes Leben dank der Zwangsgebühren für den Rundfunk

Der jähe Sturz der RBB-Intendantin Patricia Schlesinger ist ein guter Anlass, um endlich über alternative Finanzierungsmöglichkeiten nachzudenken.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in unserem Land ist vergleichbar mit öffentlich zugänglichem Trinkwasser. Wir alle zahlen dafür und haben deswegen einen Anspruch darauf, das bestmögliche Ergebnis zu erhalten: Im ersten Fall sauberes Wasser, das unbedenklich getrunken werden kann. Im zweiten Fall öffentlich-rechtliche Medien, die frei von politischen oder wirtschaftlichen Interessen der Wahrheit verpflichtet sind (...) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland garantiert, dass wir keinen Lügen aufsitzen. Dass uns keiner manipuliert. Dass wir nicht hinters Licht geführt werden. Dass uns keiner für dumm verkauft.“ So weit Patricia Schlesinger vor einem Jahr auf einer Sitzung des Rundfunkrates des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg).

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Klingt wunderbar, nicht? Schlesinger hatte 1990 als Redakteurin im linken ARD-Magazin „Panorama“ begonnen. Mithilfe der progressiven Seilschaften erklomm sie rasch die Karriereleiter. 2016 wurde sie zur RBB-Intendantin gewählt, seit Jänner amtierte sie als ARD-Vorsitzende. Sie erhält dafür 303.000 Euro im Jahr, dazu einen Bonus von 20.000 Euro. Das ist etwa das Zehnfache dessen, was der durchschnittliche ARD-Konsument verdient. Ihr Pensionsanspruch beläuft sich auf 15.000 Euro im Monat.