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Wahlkampf

23 Kandidaten: Neuer Rekord bei der Hofburg-Wahl?

Marco Pogo teilt Unterstützungserklärungen aus
Marco Pogo teilt Unterstützungserklärungen aus(c) Reuters
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Warum tun sich so viele Menschen das Sammeln von Unterschriften an? Und wieso könnte die Wahlbeteiligung zur größten Hürde für Van der Bellen werden?

23 Personen sind derzeit auf Österreichs Straßen unterwegs, um Stimmen – respektive Unterschriften – für sich selbst zu sammeln. Der Grund: Sie alle wollen bei der Wahl zum Bundespräsidenten am 9. Oktober kandidieren und benötigen dafür zumindest 6000 Unterstützungserklärungen. Eine realistische Chance, neues Staatsoberhaupt zu werden, wird allerdings nur sieben von ihnen eingeräumt - das wäre allerdings ein neuer Rekord.

Unter diesen zu finden sein dürften Amtsinhaber Alexander Van der Bellen sowie der freiheitliche Kandidat Walter Rosenkranz. Auch Bierpartei-Chef Marco Pogo, der Vorsitzende der MFG, Michael Brunner, sowie Ex-BZÖ-Politker Gerald Grosz könnten die Hürde schaffen. Ausgehen könnte es sich überdies für den Kolumnisten der „Kronen Zeitung“, Tassilo Wallentin, und den Waldviertler Schuhmacher Heinrich Staudinger.

Doch worum geht es den genannten sieben sowie den 16 weiteren Hofburg-Anwärtern eigentlich? Der Politologe Anton Pelinka sieht hinter der Aktion - ausgenommen bei Van der Bellen und Rosenkranz - vielfach die Motivation, „persönliche Werbung“ zu betreiben, wie er am Mittwoch im Ö1-„Morgenjournal“ sagt. „Man kommt in die Medien, man wird erwähnt, man muss dafür keine Inserate schalten und dafür bezahlen - das ist der Hauptgrund.“ 

Wahlbeteiligung als größte Gefahr

Dass einer der Kandidaten Van der Bellen das Amt wirklich streitig machen könnte, glaubt Pelinka nicht. „Die große Gefahr für Van der Bellen sind ja nicht seine Gegenkandidaten, sondern eine geringe Wahlbeteiligung.“ Der frühere Grünen-Chef müsse also möglichst viele Menschen motivieren, zur Urne zu gehen, auch wenn die meisten damit rechnen würden, dass er ohnedies - womöglich schon im ersten Wahlgang - gewinnen wird.

Fest steht: Welche Namen sich tatsächlich auf dem Stimmzettel finden werden, wird Anfang September feststehen, wenn die gesammelten Unterschriften gezählt werden.

>>> Bericht im Ö1-„Morgenjournal“ 

(hell)