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Weltjournal

Rhein, Donau, Po: Europas Flüsse trocknen aus

Der Rhein bei extremen Niedrigwasser, bei Bad Honnef Rhoendorf, unterhalb des Drachenfels, das historisch Rheinschiff, A
Trügerisches Idyll am Rhein: Der Drachenfels thront über dem Fluss, der derzeit extrem wenig Wasser führt.IMAGO/Jochen Tack
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Seit Wochen kämpft die Schifffahrt mit sinkenden Wasserständen. Am Rhein wurde ein historischer Tiefstand erreicht.

In Kaub zittert man um jeden Zentimeter. Das historische Städtchen am rechten Rheinufer bei Stromkilometer 546 gilt als wichtiger Knotenpunkt für die Binnenschifffahrt auf dem oberen Rhein. Wie viel Wasser der Fluss an der Engstelle Kaub im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz führt, ist entscheidend: Denn nach den dortigen Pegelständen müssen sich die Schiffsführer mit der Beladung ihrer Güterschiffe richten. Derzeit können sie nur rund ein Viertel der möglichen Ladung aufnehmen. Am Dienstagmorgen meldete die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) 33 Zentimeter – und damit immerhin um einen Zentimeter mehr als am Montag.


Bei Emmerich am Niederrhein, kurz vor der niederländischen Grenze, aber hat die Trockenheit am Dienstag zu einem Rekord-Tiefststand mit einem Pegelstand von null geführt – vier Zentimeter weniger als einen Tag zuvor. Den bisherigen Tiefstand gab es hier am 30. Oktober 2018 mit sieben Zentimetern.


Aufgrund des trockenen heißen Wetters sinken die Wasserstände des einst mächtigen Rheins immer mehr. Die Zahl der Schiffe, die noch in der Lage sind, vor allem das flache Wasser rund um Kaub zu befahren, nimmt ab.