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Deutschland

„50 Holocausts“ und das Schweigen des Olaf Scholz

Olaf Scholz zeigte zumindest im Gesichtsausdruck, dass er nicht mit allem einverstanden war.(c) IMAGO/Fotostand (IMAGO/Fotostand / Reuhl)
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Bei einer Entgleisung des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde in Berlin zeigte der deutsche Bundeskanzler wieder einmal, was sein Problem ist.

Danach begann das Rätselraten. Hätte er noch etwas sagen wollen? Hatte er zu einer Entgegnung angesetzt? Unterbrach der Pressesprecher voreilig? Oder fiel Olaf Scholz tatsächlich nichts ein, als der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde im deutschen Bundeskanzleramt, auf historisch belastetem deutschen Boden, eine Holocaust-Verharmlosung aussprach, die weltweit für Empörung sorgt?

Klar ist: Mahmoud Abbas wurde am Dienstag bei einem Besuch in Berlin gefragt, ob er bereit sei, sich im Namen der Palästinenser beim israelischen Staat für die Attentate zu entschuldigen, durch die im Jahr 1972 bei den Olympischen Spielen in München elf israelische Sportler von palästinensischen Terroristen getötet wurden. Abbas wischte die Frage schnell beiseite und holte zu einem Exkurs über Geschichte aus.

Irgendwann fielen jene Worte, die ein deutscher Regierungschef angesichts der düsteren Geschichte seines Landes nicht unwidersprochen lassen kann. „Israel hat seit 1947 bis zum heutigen Tag 50 Massaker in 50 palästinensischen Orten begangen. 50 Massaker. 50 Holocausts“, sagte Abbas. Damit sorgte er nicht nur für Aufregung. Er schuf ein Problem für den Mann, der neben ihm das Gesicht verzog.

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