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Bundesheer

Rudolf Striedinger soll neuer Generalstabschef werden

Soll höchster Militär werden: Rudolf Striedinger, hier bei einer Pressenkonferenz zu Coronamaßnahmen im Jänner.
Soll höchster Militär werden: Rudolf Striedinger, hier bei einer Pressenkonferenz zu Coronamaßnahmen im Jänner.(c) APA/FLORIAN WIESER
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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat aus elf Bewerbern gewählt: Sie schlägt Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen den Co-Leiter des Krisengremiums Gecko, Rudolf Striedinger, als höchsten Militär vor.

Rudolf Striedinger, CO-Leiter des Corona-Krisenstabs Gecko und derzeit schon stellvertretender Generalstabschef, soll höchster Militär werden: Das erfuhr die „Presse“ am Mittwoch vorab, die Entscheidung wurde danach offiziell bekannt gegeben. Elf Offiziere hatten sich für den Posten beworben, am Ende entschied sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) für Striedinger. Er war Leiter des Militärkommandos Niederösterreichs, Chef des Abwehramtes und gilt als ÖVP-nahe.

Am Mittwoch informierte Tanner auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seinen Adjutanten, Thomas Starlinger, persönlich darüber. Der Präsident muss nämlich die Auswahl prüfen und den Generalstabschef offiziell ernennen.

Lange hörte man Widersprüchliches aus dem Heer zur Auswahl der Kandidaten: Denn auch wenn Striedinger zu Beginn klar als Favorit galt, wurden später kritische Stimmen laut. Aus mehreren Gründen: Striedinger fiel als Co-Leiter des Corona-Krisenstabs Gecko negativ auf: Mit seinem Auftreten im Tarnanzug, aber auch mit seiner Kriegsrhetorik. Striedinger war es auch, der im Sommer 2020 ein umstrittenes Hintergrundgespräch organisierte. Der Termin sorgte für die Schlagzeile, dass das Bundesheer eine Abkehr von der klassischen Landesverteidigung plant. Tanner musste zu einem Krisengespräch in die Präsidentschaftskanzlei.

Tanner: „Es geht um Kompetenz"

Tanner begründete ihre Entscheidung schriftlich in einer Aussendung: „Es geht bei dieser herausfordernden Position um Kompetenz, militärisches Know-how, Verantwortung sowie um das richtige Gespür für unser Bundesheer, für unsere Soldatinnen und Soldaten und für alle, die im Bundesheer tätig sind. Und Generalmajor Striedinger bringt all diese Eigenschaften mit.“ Auch Striedinger selbst wird in der Aussendung zitiert, und eine Passage ist besonders interessant: „Gemeinsam mit der Bundesministerin und dem Generalstab werde ich alle Anstrengungen unternehmen, das Bundesheer in eine neue und starke Zukunft zu führen und damit, und vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Krise in Europa, den Fokus wieder auf die Stärkung der militärischen Landesverteidigung zu legen.“