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Zeitenwende

Israel und die Türkei wagen einen historischen Schritt

Handschlag im Juni: Der türkische Außenminister (rechts) und sein israelischer Amtskollege
Handschlag im Juni: Der türkische Außenminister (rechts) und der damalige israelische Außenminister und heutige Premierminister Jair LapidAPA/AFP/OZAN KOSE
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Die beiden Staaten reaktivieren ihre diplomatische Beziehungen vollständig. Israels Premier Jair Lapid sprach von einem „wichtigen Gewinn für die regionale Stabilität“.

Israel und die Türkei wollen ihre diplomatischen Beziehungen durch eine Hochstufung vollständig wieder aufnehmen. Beide Länder hätten entschieden, Botschafter und Generalkonsuln wieder einzusetzen, teilte das Büro von Israels Ministerpräsident Jair Lapid am Mittwoch mit. Dies sei Ergebnis von Lapids Besuch in Ankara im Juni und eines Gesprächs mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Zwischen den einst engen Bündnispartnern war es 2010 zum Zerwürfnis gekommen.

"Die Wiederaufnahme von Beziehungen mit der Türkei ist ein wichtiger Gewinn für regionale Stabilität und eine wichtige wirtschaftliche Nachricht für die israelischen Bürger", sagte Lapid demnach. Man werde weiter weltweit Israels Position stärken.

Die Wiedereinrichtung voller diplomatischer Beziehungen sei die Fortsetzung eines Annäherungsprozesses innerhalb des vergangenen Jahres, hieß es weiter. Dies habe mit einem Besuch des israelischen Präsidenten Yitzhak Herzog in Ankara begonnen und sich dann mit gegenseitigen Besuchen der Außenminister in Jerusalem und Ankara fortgesetzt. Mit Herzog war im Mai erstmals seit zehn Jahren wieder ein israelischer Präsident in die Türkei gereist.

Eklat vor zwölf Jahren

Zum Zerwürfnis kam es 2010, nachdem bei der Erstürmung eines Solidaritätsschiffs für die Palästinensern im Gazastreifen durch die israelische Marine zehn türkische Staatsbürger getötet worden waren. 2016 kam es zu einer ersten Wiederannäherung. Seit der Gaza-Krise 2018 aber, die rund um die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem eskaliert ist, hatten die beiden Länder keine Botschafter mehr im jeweils anderen Land.

(APA)

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