Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Todesfall

"Madame Butterfly": Japanische Modedesignerin Hanae Mori gestorben

Modedesignerin Hanae Mori
Modedesignerin Hanae Mori(c) IMAGO/Kyodo News
  • Drucken

Sie galt als Pionierin, auch für den erst kürzlich verstorbenen Issey Miyake. Ende der Siebziger Jahre wurde sie als erste Japanerin in den elitären Pariser Kreis der Haute-Couture-Schaffenden aufgenommen.

„Madame Butterfly“ wurde sie wegen ihrer charakteristischen Schmetterlingsmotive genannt. Die japanische Mode-Pionierin Hanae Mori ist im Alter von 96 Jahren gestorben, am 11. August in ihrem Haus in Tokio an Altersschwäche, wie ihr Büro nach Angaben japanischer Medien vom Donnerstag bekannt gab. Mori wurde 1977 als erste Japanerin in den elitären Pariser Kreis der Haute-Couture-Designer aufgenommen.

Zu den Kundinnen ihrer mondänen, handgefertigten Kreationen zählten die US-Präsidentengattin Nancy Reagan, die US-amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Grace Kelly sowie unzählige Mitglieder der japanischen High Society.

Das ikonische Schmetterlingsmotiv gab es auch bei der Frühling/Sommer-Show 2015 zu sehen.
Das ikonische Schmetterlingsmotiv gab es auch bei der Frühling/Sommer-Show 2015 zu sehen.(c) Getty Images (Lisa Maree Williams)

So entwarf Mori auch ein weißes Kleid für die frühere japanische Kaiser-Gattin Masako, das diese 1993 während einer Hochzeitsparade trug. In den 1950er Jahren kreierte sie zudem Kostüme für Hunderte von japanischen Filmen. In der noch immer von Männern dominierten japanischen Gesellschaft zählte Mori zu den bis heute ganz wenigen Frauen in ihrem Land, die ein internationales Unternehmen führten.

Pionierin des Fernen Ostens

Sie wurde 1926 in der westjapanischen Präfektur Shimane geboren, zog mit ihrer Familie nach Tokio und machte ihren Abschluss an der Tokyo Woman's Christian University. Nachdem sie im Alter von 25 Jahren ihr erstes Atelier im Tokioter Stadtteil Shinjuku eröffnet hatte, erregte sie 1965 mit ihrer ersten Modenschau im Ausland unter dem Thema „East Meets West“ - der Osten trifft den Westen - in New York für Aufsehen, bei der sie Kimono-Designs für ihre Kleiderkollektion verarbeitete.

Japanische Modegrößen wie der Anfang August verstorbene Issey Miyake folgten ihrem Weg. 2004 schloss sie ihr Pariser Atelier nach ihrer letzten Couture-Show, doch bleiben die Boutiquen von Hanae Mori in Tokio geöffnet. Auch ihre Düfte sind weiterhin global zu erwerben.

(APA/red)