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China

Das Fernduell der chinesischen KP-Giganten

Der pragmatische Premier Li Keqiang lancierte einen Seitenhieb gegen den ideologiegetriebenen Kurs von Staats- und Parteichef Xi Jinping. Doch der Richtungsstreit ist längst entschieden.

Chinas Staatsführung wird im Ausland meist als Monolith wahrgenommen, an dessen Spitze Xi Jinping als alleiniger Herrscher steht. Dass dies eine ziemliche Vereinfachung ist, zeigt sich in diesen Tagen so offen wie seit Jahren nicht mehr.

Ein Rückblick: Nach der traditionellen Sommerfrische im Küstenort Beidaihe scherten die KP-Spitzenpolitiker zu öffentlichkeitswirksamen Ortsbesuchen in die Provinzen hinaus. Jeder dieser Termine ist bis ins letzte Detail durchchoreographiert, und insbesondere der Symbolik kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Mit Argusaugen wurde die Reise von Staatschef Xi Jinping verfolgt. Der 69-Jährige besuchte die Provinz Liaoning im Nordosten; eine Region, in der überlebensgroße Mao-Statuen in den Himmel ragen und bürokratische Staatsunternehmen die marode Wirtschaft dominieren. Hier gedachte der chinesische Chef-Ideologe jenen Soldaten, die beim Bürgerkrieg in den 1940er Jahren für die Volksbefreiungsarmee gekämpft haben: eine vor Pathos strotzende Geste, die zwar an die patriotischen Gefühle der Leute appelliert, aber rein gar nichts mit ihren derzeitigen Problemen zu tun hat.

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