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Impfstoffkandidat

Chikungunya-Virus: Valneva reicht Impfstoff ein

Der Pharmakonzern entwickelte ersten Impfstoff gegen das Chikungunya-Virus.

Wien/Lyon. Der austro-französische Pharmakonzern Valneva hat seinen Impfstoffkandidaten gegen das Chikungunya-Virus zur Zulassung in den USA eingereicht. Die rollierende Einreichung bei der Gesundheitsbehörde FDA habe begonnen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Bei der geplanten Impfung handelt es sich um eine Einzeldosis, die vorerst für Erwachsene freigegeben werden soll. Das durch Mücken übertragene Chikungunya-Virus ist in mehr als 100 Ländern verbreitet, etwa auch in Italien.

Ansteckungen auch in Europa

Chikungunya wird durch Aedes-Mücken übertragen. Die Infektion führt bei 72 bis 92 Prozent der Betroffenen vier bis sieben Tage nach dem Stich zu einer symptomatischen Erkrankung, wurde in der Valneva-Aussendung erläutert. Die Sterblichkeitsrate sei gering, die Verbreitung der Erkrankung aber hoch. Zu den Symptomen gehören akut auftretendes Fieber, lähmende Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hautausschlag.

Ein hohes Infektionsrisiko besteht in Gebieten, in denen Mücken, die das Chikungunya-Virus übertragen, endemisch sind – einschließlich Nord- und Südamerika sowie von Teilen Afrikas und Südostasiens. Aber auch innerhalb Europas wurden bereits Ansteckungen registriert. Neben Italien sind davon auch Spanien und Südfrankreich betroffen. Bisher gibt es keine präventiven Impfstoffe oder wirksamen Behandlungen.

Aktie mit Abschlag gehandelt

Valneva strebt den Abschluss des Zulassungsantrags bis zum Ende des heurigen Jahres an. Danach werde die FDA das Datum festlegen, an dem sie ihre Bewertung abschließen wird. Das VLA1553 genannte Vakzin ist ein abgeschwächter Lebendimpfstoffkandidat, der als Einzeldosis (Single-Shot) entwickelt wurde. Er wurde durch Entfernung eines Teils des Chikungunya-Virusgenoms entwickelt. Im März 2022 war der erfolgreiche Abschluss der Phase-III-Zulassungsstudie bekannt gegeben worden.

Den Aktienkurs beflügelte die Einreichung des Impfstoffkandidaten bei der US-Behörde vorerst nicht: In Paris wurden die Valneva-Anteile am Freitag zu Mittag – entgegen dem Branchentrend – mit einem Abschlag von 2,3 Prozent gehandelt.

(APA)