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Unter 20 Euro

Takumi

Takumi
TakumiCaio Kauffmann
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Verschiedene Ramen und andere japanische Speisen und Getränke – das Takumi bietet einen Hauch von „Lost in Translation“ für Daheimgebliebene.

Und wie funktioniert das, bitte? Die Kellnerin setzt routiniert das Lächeln auf, mit dem sie vermutlich schon zahlreichen anderen Gästen erklärt hat, wie man eine Flasche Ramune öffnet. Ramune? Genau, ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, das Anfänger vor allem mit seinem Kugelverschluss vor ein Rätsel stellt. Nun, eigentlich geht es ganz einfach – aus dem Plastikdeckel den kleinen Stift heraustrennen und damit die Kugel in die Flasche hineinstoßen. Schon kann man die Flüssigkeit ins Glas einschenken – vorausgesetzt, man hält die Flasche richtig und die Kugel rollt nicht zurück in den Flaschenhals und blockiert dort alles. Gut, hatten wir also unseren Lost-in-Translation-Moment.

Aber es passt ins Bild. Optisch wird man hier fast erschlagen von sehr bunten Plakaten und dem schrillen Interieur. Japanisch halt, mag man sich denken. Wobei das erste Takumi-Lokal Anfang der 2000er in Düsseldorf eröffnet wurde, sich das Konzept über Europa verbreitete und seit Anfang 2022 gibt es auch eine Filiale in Wien. Im Mittelpunkt stehen Ramen, die berühmten Nudeln. Die werden aus Japan importiert und kommen hier in diverse Suppen. Die können durchaus etwas, wie die Black Garlic Butatama Miso Ramen (14,30 Euro), die sehr geschmackvoll mit Schweinefleisch, Gemüse und mariniertem Ei serviert wird. Neben den Suppen gibt es auch mehrere Yakisoba, also Bratnudeln mit verschiedenen Beilagen, ob mit Teriyaki-Huhn (14,30 Euro) oder Gemüse-Tempura (13,80 Euro). Oder man versucht Vorspeisen wie sehr gute Goyza mit Hühnerfleisch (6 Stk. zu 5,80 Euro) oder Spicy Fried Tofu (6 Euro). Es mag eine Kette sein, aber dem Essen merkt man das nicht an. Geschmackig und optisch ansprechend zubereitet. Dass die Betreiber es nicht ganz falsch machen, erkennt man daran, dass das Lokal ziemlich gut besucht ist. Wenn Tokio zu weit ist, kann man einen Ausflug nach Wien-Alsergrund machen.


Takumi. Kinderspitalgasse 2, 1090 Wien, Mo–Sa 11.30–15, 17.30–21.30 Uhr, So 12–15, 17.30–21 Uhr, ✆ 01 406 52 22, www.takumiramen.at ⫻ Caio Kauffmann

www.diepresse.com/essen

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2022)