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Ernst Fuchs "Die Kameliendame" (1989)

Gruberovas Nachlass

Das Dorotheum in Wien versteigert den Nachlass der großen Koloratur-Sopranistin. Persönlichstes kommt unter den Hammer.

Nicht einmal ein Jahr ist vergangen, seit Edita Gruberova in ihrem Zürcher Haus gänzlich unerwartet verstorben ist. Am 7. September versteigert das Wiener Dorotheum nun den Nachlass der weltberühmten Sängerin. Die slowakische Koloratursopranistin, deren Karriere Anfang der Siebzigerjahre an der Wiener Staatsoper begann - wo sie bis zu ihrem Abschied an die 700 Mal aufgetreten ist - war auch eine leidenschaftliche Sammlerin. Daher umfasst die Auktion nicht nur Juwelen oder wertvolle Roben, sondern auch Kunstwerke - etwa Porträts, das sie selbst als Verdis "Traviata" und Mozarts Königin der Nacht ("Die Zauberflöte") zeigen, gemalt 1989 vom Wiener fantastischen Realisten Ernst Fuchs (Rufpreis: je 7.000 Euro).

Ernst-Fuchs-Sammlung

Mit Ernst Fuchs war Edita Gruberova befreundet. Daher finden sich in der Sammlung etliche Arbeiten dieses Künstlers. Aber auch ganz persönliche Dinge wie die Schreibkalender der Sängerin, in denen sie akribisch vom Probenplan bis zu Aufnahmesitzungen sämtliche Aktivitäten festgehalten hat, kommen unter den Hammer. Die Palette reicht von Schuhen über den Personalausweis von 1974, österreichische und slowakische Orden und Ehrenzeichen, den Bösendorfer-Flügel (Baujahr 1990, 8.000,-) bis zu Gratulationsschreiben von Künstlerkollegen wie Sir Georg Solti.

Unter den wertvollsten Stücken, für die Verehrer nun bieten können, finden sich ein Collier der Ära um 1900, das die Gruberova ausschließlich bei Auftritten getragen hat (45.000,-), aber auch ein Originalmanuskript von Richard Strauss: Das Lied "Waldseligkeit" (5.000,-).

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