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Skispringen

Skispringen: Erster Wiener Sieg im Alpencup

Sie 14-jährige Sara Pokorny bei einem ihrer Siegessprünge.Jan Simon Schäfer
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Die 14-jährige Sara Pokorny holt bei den Schülerinnen den Summertour-Gesamtsieg, Meghann Wadsak, 15, wird bei den Juniorinnen Gesamt-Dritte.

Erstmals stehen zwei Wienerinnen auf dem Podest der Women’s Summer Tour im Alpencup. Sara Pokorny (14) holt bei den Schülerinnen den Summertour-Gesamtsieg, Meghann Wadsak (15) wird bei den Juniorinnen Gesamt-Dritte - und das bei starker internationaler Konkurrenz. Die 58 größten weiblichen Nachwuchshoffnungen aus Deutschland, Slowenien, Italien, Frankreich, Liechtenstein, Tschechien, der Slowakei und Österreich haben sich bei sechs Bewerben innerhalb einer Woche in Sachsen und Bayern gemessen.

„Es war schon extrem anstrengend, innerhalb so kurzer Zeit so viele Bewerbe an verschiedenen Orten zu springen. Aber es hat richtig viel Spaß, auch wenn bei mir nicht alle Sprünge so geklappt haben, wie ich mir das vorgenommen habe“, sagt Pokorny, Stadtadlerin aus Wien-Meidling. In der Vogtlandarena in Klingenthal gelingen ihr Sprünge auf 68,0 und 64,5 Meter und damit der Sieg in der Klasse der Schülerinnen. Auf den Pöhlbachschanzen in Pöhla landet sie bei 54,0 und 52,5 ebenfalls auf Platz eins und von den Ochsenkopfschanzen in Bischofsgrün nimmt Sara ebenfalls den Sieg mit nach Hause - nach Sprüngen auf 60,5 und 59,0 Meter. 

In Pöhla gelingt ihr am ersten Bewerbstag auch ein zweiter Platz mit Landungen bei 55,0 und 53,0 Metern. Vierte wird sie beim Auftaktwettkampf in Klingenthal mit zwei Sprüngen auf 62,0 Meter. Und zum Abschluss der Women’s Summertour landet sie in Bischofsgrün mit 55,0 Metern noch auf Platz fünf. Damit ist ihr Stadtadlerin der Gesamtsieg der Summer Tour nicht zu nehmen - vor der Slowakin Kira Maria Kapustikova vom KPSLSK und der Tschechin Natalie Nejedlova vom TJ Roznov pod Radhostem. „Besonders in Pöhla war das mit so vielen Zuschauern ein ganz besonderes Gefühl. Und dass noch zwei Österreicherinnen am Stockerl gestanden sind - und mit Meggie sogar eine Stadtadlerin, war echt cool“, sagt Pokorny.

Hart umkämpft

Mit 49 Athletinnen besonders umkämpft war die Klasse der Juniorinnen, in der Meghann Wadsak, die 15-jährige Stadtadlerin aus der Inneren Stadt, als beste Österreicherin Gesamt-Platz drei dieser Summer Tour geholt hat. Ihr bestes Tagesergebnis holte sie vor großer Publikumskulisse im sächsischen Pöhla: Mit Weiten von 64,0 und 61,0 Metern wird sie nur 2,2 Punkte hinter der Französin Lilou Zepchi vom CS Courchevel Tages-Zweite. Den ersten Bewerbstag auf den Pöhlabachschanzen verbucht Megghan als gute Generalprobe mit 58,5 und 56,0 Metern und Platz zehn.

Die 15-jährige Meghann Wadsak wird bei den Juniorinnen mit starken Strüngen Gesamt-Dritte.Jan Simon Schäfer

Starke Sprünge gelingen ihr auch in Klingenthal, wo sie am ersten Tag mit 70,5 und 70,0 Metern Platz sechs holt und sich dann am zweiten Tag mit 71,5 und 76,0 Metern auf Platz vier vorkämpft. Zwei Mal Tagesplatz acht gelingt Wadsak im bayerischen Bischofsgrün - mit 65,0 und 62,0 Metern im ersten Bewerb und 63,0 Metern im zweiten. Am Ende der Sieben-Tages-Tour ist sie damit als beste Österreicherin auf Gesamt-Platz drei der Women’s Summer Tour hinter der Französin Lilou Zepchi vom CS Courchevel und Sina Kiechle vom SC Oberstdorf.

„Dass es gleich so gut laufen würde, hab’ ich mir überhaupt nicht erwartet. Mein Ziel wars eigentlich in die Top Ten zu kommen. Aber umso toller war dann das Feeling zu wissen, dass ich so weit vorne mitkämpfen kann“, sagt sie. „Es war schon was Neues, nur ein paar Sprünge Zeit zu haben um sich auf eine komplett neue Schanze einzustellen und gleich von Wettkampf zu Wettkampf zu fahren. Aber ein sehr tolles Erlebnis und eine coole neue Erfahrung.“

Keine Schanze in Wien

Dass zwei junge Wienerinnen ausgerechnet im Skispringen so erfolgreich sind, ist duuchaus ungewöhnlich - kämpfen doch die Stadtadler seit vielen Jahren um eine Nachwuchs-Trainingsschanze auf Matten in der Bundeshauptstadt. Derzeit müssen die Trainerinnen und Trainer mit ihren Schützlingen mangels Trainingsmöglichkeit jedes Wochenende von Wien mindestens 100 Kilometer zur nächstgelegenen Schanze in die Steiermark oder nach Oberösterreich fahren.

Dabei wächst die Begeisterung fürs Skispringen in der Bundeshauptstadt in den vergangenen Jahren deutlich. Mittlerweile haben die Stadtadler mehr als 200 Mitglieder in Wien und Niederösterreich.

(red.)