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Europacup

Rapids Rehabilitation, Austrias Wunder und ein WAC-Highlight

Rapid gegen Vaduz
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Rapid möchte im Conference-Playoff gegen Vaduz sein wahres Gesicht zeigen. Austria muss im Rennen um die Europa League bei Fenerbahçe Istanbul ein 0:2 drehen. WAC geht mit Vorteil ins „Spiel des Jahres“.

Mindestens 90 Minuten Zeit hat Rapid, um im Playoff-Rückspiel der Conference League gegen den FC Vaduz heute (21 Uhr, ORF1) die Blamage abzuwenden. Nach indiskutablem Auftritt in Liechtenstein, der glücklich 1:1 endete, möchte das Team von Ferdinand Feldhofer zuhause sein wahres Gesicht zeigen. „Wir wollen von der ersten Sekunde an die Fans hinter uns bringen und klar machen, dass wir nichts anbrennen lassen“, so der Rapid-Trainer.

Das verpatzte Hinspiel gegen den Vorletzten der zweiten Schweizer Liga wurde aufgearbeitet. „Es war wichtig, die Emotionen loszuwerden, danach intern sachlich zu analysieren. Es hat keiner eine Watschn' gekriegt“, sagte Feldhofer, der nicht auf Kritik an der extremen Rotation (zehn verschiedene Startaufstellungen in ebenso vielen Spielen) einging. „Mir hat diese Woche die Reaktion gefallen, dass die Spieler wirklich verstanden haben, was wir letzten Donnerstag angerichtet haben.“
Nicht nur sportlich wäre das Erreichen der Gruppenphase für Rapid wichtig: Allein das Startgeld beläuft sich auf 2,94 Millionen Euro. „Aus wirtschaftlicher Sicht ist es für uns ein bisserl ein Zubrot. Für die Spieler ist es noch wichtiger wegen der Prämienregelung“, so Sportdirektor Zoran Barisic.

Austria gegen Fenerbahçe
Austria gegen FenerbahçeGEPA pictures

Mit der Hypothek eines 0:2-Rückstandes reiste die Wiener Austria nach Istanbul zum Rückspiel der Europa League (19 Uhr) gegen Fenerbahçe. „Wir fahren nicht hin, um das Spiel abzuschenken. Wir werden alles probieren und uns dort so teuer wie möglich verkaufen“, erklärte Trainer Manfred Schmid. Für den Aufstieg bräuchte seine Mannschaft ein Wunder, zumindest aber jedenfalls einen Sieg mit zwei Toren Unterschied für die Verlängerung.

Im wohl stimmungsvollen Şükrü-Saracoğlu-Stadion geht es für die Austria wohl nicht nur gegen elf Fenerbahçe-Spieler, sondern auch den „zwölften Mann“. „Aber wenn du mal 1:0 in Führung gehst, dann passiert vielleicht auch was mit den Fans“, vermutete Andreas Gruber. „Das wird ein Hexenkessel. Das ist, was die Jungs mitnehmen können, da werden sie viel Erfahrung daraus ziehen“, meinte Schmid.

Andernfalls erwartet die Austria zumindest ein Trostpflaster: Der Umstieg in die finanziell etwas niedriger dotierte, aber eine höhere Siegeswahrscheinlichkeit bietende Conference League.

WAC gegen Molde
WAC gegen MoldeAPA/AFP/NTB/SVEIN OVE EKORNESVAG

Das Spiel des Jahres ist es für den WAC, wie im Umfeld des Vereins zu hören ist: Die Wolfsberger gehen heute (19 Uhr, ORF1) mit einem 1:0-Vorteil vor eigenem Publikum in das Conference-Rückspiel gegen den norwegischen Vizemeister Molde FK. Es geht um die dritte Teilnahme an einer Gruppenphase in Folge (2021 gelang in der Europa League gar der Aufstieg ins Sechzehntelfinale), Trainer Robin Dutt wollte die „große Bedeutung“ der Partie nicht runterspielen. „Sportlich wäre es natürlich was Besonderes, in der Gruppenphase dabei zu sein. Für unseren Klub hat es wirtschaftlich einen riesigen Stellenwert“, so der Deutsche.
In Norwegen zeigte sich seine Mannschaft kompakt, diszipliniert und effizient, hinten stand – auch etwas glücklich – die Null. Trotz des Ausfalls von Innenverteidiger Dominik Baumgartner (Muskelverletzung) erwartet Dutt ein „Duell auf Augenhöhe“. Dass der WAC nach der jüngsten Niederlage gegen die Austria Liga-Schlusslicht ist, soll im Europacup weder Hindernis noch Thema oder gar Stimmungsdämpfer sein. Dutt: „Das ist ausgeblendet.“

Im Falle des Aufstiegs erwartet das Trio am Freitag die Auslosung zur Gruppenphase. Bereits heute (18 Uhr, Sky) erfährt Red Bull Salzburg seine Gegner in der Champions League. Österreichs Serienmeister wird in Istanbul aus Topf drei gezogen. (red.)

 


Topf 1: Real Madrid (Alaba), Frankfurt (TR Glasner), Bayern München (Sabitzer), Manchester City, Paris SG, FC Porto, AC Milan, Ajax Amsterdam.
Topf 2: Barcelona, Atlético, Sevilla, Liverpool, Chelsea, Tottenham, Juventus, Leipzig (Laimer, Schlager).
Topf 3: Salzburg, Inter Mailand, Napoli, Dortmund, Sporting und Benfica Lissabon, Schachtar Donezk.
Topf 4: Marseille, Brügge, Celtic, Pilsen, Maccabi Haifa, Bodø/Dinamo Zagreb, Kopenhagen/Trabzonspor, Rangers/PSV Eindhoven (Mwene).

(APA/red)