Im Bann der Magie des Kinos: "Das Licht, aus dem die Träume sind". (Original: "Last Film Show")
Lichtspiel-Liebe

"Last Film Show": Gebt dem Kino seine Zauberkraft zurück!

Ein neuer Film über einen cineastischen Buben beschwört die sprichwörtliche „Magie des Kinos“: ein Begriff, mit dem die Branche bis heute Eigenwerbung betreibt. Was ist damit gemeint? Und ist der Zauber faul geworden?

Samay will weg. Am besten gleich. Auf die Frage des bekümmerten Vaters, warum der Sohn das familiäre Heimatdorf so dringend verlassen möchte, hat der Neunjährige eine ungewöhnlich poetische Antwort parat: Er wolle das Licht studieren, es verstehen – denn aus Licht würden Geschichten, und aus Geschichten Filme.

Was nachgerade alchemistisch klingt, ist vielmehr Symptom einer weit verbreiteten Krankheit: Der Bub hat die „Magie des Kinos“ im Kopf – und gegen die ist bislang noch kein Kraut gewachsen. Ebendiesen Zauber beschwört auch der Film, aus dem besagte Szene stammt (und der am Freitag in Österreich anläuft): Schon dessen deutscher Verleihtitel kündet vom „Licht, aus dem die Träume sind“. Der indische Regisseur Pan Nalin lässt darin seine Jugend in strahlenden Farben neu auferstehen, als er, Spross eines armen brahmanischen Teeverkäufers, sich in die „magische“ Welt eines örtlichen Filmtheaters verliebte und flüchtete.


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