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Türkei

Von der Türkei nach Kalabrien: Die neue Schlepperroute nach Italien

Flüchtlinge und Migranten auf einem Rettungsboot vor der Küste Italiens. Immer mehr Menschen werden nun aus der Türkei über das Meer nach Italien geschleust.
Flüchtlinge und Migranten auf einem Rettungsboot vor der Küste Italiens. Immer mehr Menschen werden nun aus der Türkei über das Meer nach Italien geschleust.REUTERS
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Um Griechenlands Küstenwache zu umgehen, schicken türkische Menschenschmuggler immer mehr Flüchtlinge in den Süden Italiens – meist auf Segelbooten.

Die griechische Insel Kythira ist bisher abseits der Hauptrouten von Menschenschmugglern gelegen, die Flüchtlinge von der Türkei in die EU schicken. Während auf Ägäis-Inseln wie Lesbos in Sichtweite der türkischen Küste in den vergangenen Jahren Hunderttausende Flüchtlinge ankamen, liegt Kythira südlich der Peloponnes-Halbinsel mehr als 300 Kilometer vom türkischen Festland entfernt. Doch nun erreichten innerhalb weniger Tage drei Segelboote mit mehr als 240 Flüchtlingen die Insel: Eines lief an der Küste von Kythira auf Grund, die beiden anderen wurden von der Küstenwache entdeckt. Dabei wollten die Passagiere aus Afghanistan, dem Iran und Irak überhaupt nicht nach Griechenland. Ihr Ziel war Italien.

2000 Kilometer lange Reise

Menschenschmuggler haben seit Jahresbeginn aus der Türkei doppelt so viele Flüchtlinge über das Meer nach Italien geschickt wie ins nahe Griechenland.