Kolumne

Mind the gap

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 455. Warum wir lieber Gap statt Lücke sagen.

Wenn es eng wird, fallen Lücken besonders auf. Unangenehm sind sie aber immer, weil potenziell jemand oder etwas durchfallen kann. Nicht besser wird es, auf die englische Variante – Achtung, Sprechblase – „gap“ auszuweichen.

Dennoch spricht man lieber von gender pay, income, partizipation, knowledge, research, information, financing oder generation gap als von Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern, der Einkommensschere, ungleicher Möglichkeit zur Teilhabe, Wissens-, Forschungs-, Informations-, Finanzierungslücken oder Unterschieden zwischen den Generationen.

Zum Glück gibt es das Gap-Modell, das bei der betriebswirtschaftlichen Qualitätssicherung (im Dienstleistungssektor) helfen soll. Und die gap analysis.

Unangenehm ist es allerdings dann, wenn sich bei der Analyse herausstellt, dass ein ambition gap vorliegt – und Worte und Taten auseinanderklaffen.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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