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Nach Blamage

Rapid-Präsident Bruckner zieht Kandidatur für Wiederwahl zurück

Rapid-Präsident Martin Bruckner
Rapid-Präsident Martin BrucknerGEPA pictures/ Walter Luger
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Martin Bruckner wird sich bei der Hauptversammlung im November nicht für eine zweite Amtszeit bewerben. Geschäftsführer Christoph Peschek kündigte für Sonntag eine persönliche Erklärung an.

Nach der Europacup-Blamage gegen Vaduz ist bei Rapid die erste Entscheidung gefallen: Klub-Präsident Martin Bruckner zieht seine Kandidatur für eine Wiederwahl im November zurück. „Ich übernehme für die derzeitige Situation unseres Vereins die Gesamtverantwortung“, wurde Bruckner in einer Aussendung zitiert. „Ich habe sowohl am Tag des Spiels gegen Vaduz als auch danach sehr viele Gespräche geführt, die schlussendlich zu dieser Entscheidung geführt haben.“

Bedauerlicherweise sei es ihm nicht gelungen, die „negative Grundstimmung“ trotz sportlicher Erfolge und wirtschaftlicher Stabilität während der Corona-Krise zu drehen.

Ein Nachfolger steht noch nicht fest, für die Wahl bei der Ordentlichen Hauptversammlung 2022 Ende November muss noch ein Kandidat gefunden werden. Es kursieren die Namen von Ex-Profi Steffen Hofmann oder des ehemaligen Fan-Managers Andy Marek. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht auch ein Rücktritt von Wirtschaftsgeschäftsführer Christoph Peschek im Raum, für Sonntagvormittag ist eine persönliche Erklärung angekündigt.

Im Sinne einer geordneten Übergabe werden Bruckner und Kollegen ihre Aufgaben bis zur Neuwahl weiter ausführen. In Bruckners Team stehen seit dem Amtsantritt 2019 Michaela Dorfmeister, Gerhard Höckner, Monisha Kaltenborn, Nikolaus Rosenauer, Stefan Singer und Gerry Willfurth sowie seit Juni 2022 Michael Hatz.

Peschek in Frage, Vertrauen für Feldhofer

Außerdem betonte Bruckner, dass Rapid die "wohl wirtschaftlich schwerste Krise seit dem 2. Weltkrieg finanziell stabil" überstanden habe. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht auch ein Rücktritt von Wirtschaftsgeschäftsführer Christoph Peschek im Raum, eine Stellungnahme diesbezüglich gab es am Samstag vorerst keine.

Eine Trainerdiskussion hatten die Verantwortlichen am Freitag indes zu verhindern versucht. Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic stärkte Coach Ferdinand Feldhofer demonstrativ den Rücken. "Wir wissen, Rapid ist ein sehr emotionaler Club, ein sehr explosives Pflaster. Da ist es schon wichtig, die richtigen Schlüsse zu ziehen, aber auch Ruhe zu bewahren", sagte Barisic. Zuvor war Rapid im Play-off zur Conference League gegen den Schweizer Zweitligisten FC Vaduz gescheitert.

(APA/red)