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Chart Art Fair

Der dänische Exot unter den Kunstmessen

Die Galerie Andersen's zeigt Modelle von Tomás Saracenos „Cloud City“ – einer schwebenden Stadt aus einem Netz mit begehbaren, kleinen Räumen zum Lesen, Sitzen, Ruhen.
Die Galerie Andersen's zeigt Modelle von Tomás Saracenos „Cloud City“ – einer schwebenden Stadt aus einem Netz mit begehbaren, kleinen Räumen zum Lesen, Sitzen, Ruhen.Malle Madsen
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Strenge Regeln, offene Räume, Gemeinschaft trotz Konkurrenz: Die Chart Art Fair in Kopenhagen setzt auf Überschaubarkeit und Qualität. »Wir wollen nichts zeigen, was schon in Basel zu sehen war«, sagt Messedirektorin Nanna Hjortenberg.

Teilnahme nur auf Einladung, nur für nordische Kunst bzw. nordische Galerien, keine privaten Dinner-Einladungen der Aussteller, keine Trennwände zwischen den Galerien – die Regeln der Chart Art Fair (26.–28. 8.) sind streng. Vor zehn Jahren von fünf Galeristen gegründet, gehört die dänische Kunstmesse damit zu den Exoten im globalen Messekarussell. Denn in Kopenhagen wird massiv auf Gemeinschaft gesetzt. Und auf Qualität. „Wir wollen nichts zeigen, was vorher schon in Basel zu sehen war“, fasst Messedirektorin Nanna Hjortenberg den Anspruch auf neue, eigens für die Messe entstandene Werke zusammen. Sie übernahm die Leitung 2018 und lanciert jedes Jahr überraschende Veränderungen.

Heuer initiiert sie erstmals ein – von den Galerien finanziertes – Skulpturenprojekt im acht Hektar großen Tivoli-Park. Einen Monat lang stehen in diesem ältesten Vergnügungspark Europas in Blumenbeeten, in vergessenen Räumen oder über Teichen schwebend Werke von 15 Künstlern. Kontrastreicher und skurriler kann ein Ambiente für Kunst kaum sein. Welch großartige Idee, die Messe so in die Stadt zu expandieren! Hauptausstellungsort der Chart bleibt weiterhin die Kunsthalle Charlottenberg mitten im Zentrum der Stadt, deren lichtdurchflutete Räume perfekte Ausstellungsbedingungen bieten – fast perfekte. Während der bestens besuchten Voreröffnung ist es kuschelig heiß in den Räumen, die mobilen Klimageräte kommen gegen die geballte Sonnenkraft durch die Deckenfenster nicht an. Aber das stört kaum jemanden.